China
Ein Jahr nach dem Erdbeben
Am 12. Mai 2008 erschütterte ein Beben der Stärke 7,8 den Südwesten Chinas. Mehr als 69.000 Menschen starben, über 18.000 Personen gelten seither als vermisst. Plan leistete Soforthilfe, sorgte für die psycho-soziale Betreuung der Kinder und engagiert sich im Wiederaufbau zerstörter Schulen.Zu den Opfern des schwersten Erdbebens in China seit 30 Jahren zählten auch unzählige Kinder. Knapp ein Jahr nach der verheerenden Katastrophe haben die chinesischen Behörden erstmals offizielle Zahlen veröffentlicht: 5.335 Schülerinnen und Schüler sollen am 12. Mai 2008 beim Einsturz ihrer Unterrichtsräume getötet worden sein. 3.340 Schulen waren nachweislich schlecht gebaut und begruben Kinder sowie Lehrer unter sich.
Nationales Katastrophengebiet
Das Epizentrum des Erdbebens lag 92 Kilometer nordöstlich von Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan. Doch auch im Bezirk Hanzhong der Nachbarprovinz Shaanxi gab es zahlreiche Tote und Verletzte. Die chinesische Regierung erklärte die Region nach dem Erdbeben zum nationalen Katastrophengebiet. Plan ist seit 1995 in insgesamt fünf Programmgebieten und 441 Partnergemeinden in der Provinz Shaanxi tätig.
Hilfe für Sichuan
In Sichuan leistete Plan in der Gemeinde XiaoBa unmittelbar nach der Katastrophe Nothilfe. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderhilfswerks verteilten Reis, Speiseöl und Decken an die insgesamt 9.670 bedürftigen Einwohner. Die Lehrer und Gemeindehelfer im Bezirk MianZhu der Erdbebenprovinz wurden geschult und zur psycho-sozialen Betreuung der Kinder befähigt. In neun weit abgelegenen Gemeinden der Erdbebenprovinz renovierte Plan die Wasser- und Abwassersysteme und führte Hygiene-Schulungen durch.
Einsatz in Shaanxi
In den Bezirken CiCiang und ChengGu der Provinz Shaanxi verteilte Plan Zelte und Plastikdecken an rund 5.300 Erdbebenopfer. In provisorisch eingerichteten Klassenräumen konnte der Unterricht zügig wieder aufgenommen werden. Der Amtsvorsteher des Bezirks XiXiang war sehr dankbar: "Es waren die ersten Hilfsgüter, die in der Region nach der Katastrophe eintrafen und genau die Dinge, die wir am dringendsten benötigten."
Wiederaufbau von Schulen
Rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres im September 2009 werden mit Hilfe von Plan sieben Schulen in der Provinz Shaanxi wieder eröffnet. Dazu zählt auch die Guangping Junior Middle School, deren Wiederaufbau dank einer großzügigen Spende der Bertelsmann AG in Höhe von 610.000 Euro realisiert wird. Zu den Lehrgebäuden gehören dort neben Klassenzimmern und Sanitäreinrichtungen auch Fachräume für Musik, Naturwissenschaften und Medien.
Verbesserte Unterrichtsqualität
Das Medienunternehmen Bertelsmann beteiligt sich auch an einem Entwicklungsprogramm, mit dem Plan die Qualität der Bildung an 20 ländlich gelegenen Schulen der Provinz verbessert. Darüber hinaus berät Plan auch andere lokale Regierungsstellen im Katastrophengebiet beim Wiederaufbau der Schulen. So entstehen sichere, kinderfreundliche Lehrgebäude, die den Mädchen und Jungen attraktive Lernanreize bieten.




