Äthiopien, Kenia, Südsudan
Ostafrika: Wettlauf gegen die Zeit
Seit zwei Jahren hat es in vielen Regionen Ostafrikas nicht geregnet, mehr als 13 Millionen Menschen hungern. Vor allem Kinder sind unterernährt und geschwächt, erkranken an Infektionen. Auch die "kleine Regenzeit" droht gering auszufallen.Am Horn von Afrika warten die Menschen in etlichen Gebieten ungeduldig auf die "kleine Regenzeit". Von Oktober bis Dezember fallen im Normalfall 30 Prozent der Niederschläge, von März bis Mai ist dann die Hauptregenzeit. Doch nachdem bereits im Vorjahr und in diesem Frühjahr kaum ein Tropfen gefallen ist, droht die nasse Saison auch in diesem Herbst auszufallen.
20 Millionen US-Dollar Hilfe
Plan International stellt 20 Millionen US-Dollar für seine Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan bereit. Schon vor der Krise haben die lokalen Teams in den Programmgebieten Nahrung und Wasser verteilt, die Familien bei der Fütterung ihres Viehs unterstützt. Wegen der schweren Dürre hat Plan seine Nothilfe auf neue Regionen ausgedehnt, versorgt zum Beispiel auch Gemeinden im kenianischen Kitui. Zudem wird mit Maßnahmen wie der Ausgabe von dürreresistentem Saatgut, Teichsanierungen und der Instandsetzung von Brunnen zur Nahrungssicherheit beigetragen.
Kinder besonders gefährdet
Priorität hat bei der humanitären Hilfe von Plan immer die Versorgung der Kinder, Schwangerer und stillender Mütter. Sie sind am verwundbarsten und leiden besonders unter der Notlage. Vor Ort wird mit einem speziellen Maßband der Ernährungszustand von Kindern unter fünf Jahren gemessen. Wie eine Ampel hat es einen grünen, gelben und roten Bereich. Es wird um den Oberarm der Kleinkinder gelegt und das Bandende durch eine Öffnung geschoben.
Liegt die Messung im roten Bereich, also der Oberarmumfang unter 115 Millimetern - das entspricht der Dicke von zwei normal großen Fingern eines Erwachsenen- ist das Kind schwer unterernährt. Es muss sofort behandelt und mit therapeutischer Zusatznahrung versorgt werden. Dabei handelt es sich meist um ein spezielles Milchpulver oder "plumpy’ nut", einer nahrhafte Erdnusspaste. Diese Nahrung enthält lebenswichtige Vitamine und Mineralien und kann auch von Kindern im extrem ausgezehrten Zustand verdaut werden.
Lesen Sie hierzu auch ein Interview mit Plan-Katastrophenkoordinator Dr Unni Krishnan im Hamburger Abendblatt.
Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan
In Äthiopien leistet Plan Nothilfe in den Bundesstaaten Amhara, Oromia und "Südliche Nationen, Nationalitäten und Völker" (SNNPR) sowie in Addis Abeba. Dazu zählen auch neue Regionen, in denen Plan zuvor nicht tätig war. So hilft Plan über 500.000 von der Dürre Betroffenen - zusätzlich zu seinen regulären Entwicklungsprogrammen, mit denen jährlich 700.000 Äthiopier erreicht werden. Lebensmittelrationen wie Mais, Bohnen und Öl werden an Familien verteilt.
In Kenia hat Plans Hilfe bereits über 800.000 Menschen erreicht. Schulen, Gesundheitszentren und andere öffentliche Einrichtungen in den Programmgebieten in Tharaka, Kwale, Kilifi und Machakos sowie in Kitui-Süd sind mit Wasser und vitaminreicher Zusatznahrung versorgt worden. Außerdem werden Brunnen saniert und Schulungen zum Kinderschutz durchgeführt. In Südsudan versorgt Plan 280.000 von der Dürre Betroffene. Außer der Hilfe im Programmgebiet Juba Lainya unterstützt das Team Kinder in Zentral-Äquatoria und Gemeinden in den Bundesstaaten Ost-Äquatoria und Jonglei.
Jede Spende hilft, Leben zu retten
Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:
Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0001623207
Postbank, BLZ 200 100 20
Stichwort: "Dürre Ostafrika"
Oder spenden Sie ganz einfach online.*
Natürlich können Sie auch durch die Übernahme einer Patenschaft in Südsudan, Kenia oder Äthiopien die Lebensumstände von Kindern in den betroffenen Gebieten der Hungersnot verbessern helfen.
Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.
* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.




