10.01.2012

Haiti

Haiti nicht vergessen

Zwei Jahre sind seit dem verheerendem Erdbeben in Haiti vergangen. Plan erinnert daran, dass noch immer 500.000 Menschen in Notunterkünften leben. Zehntausende davon sind Kinder und junge Erwachsene.

"Haiti ist eine sehr junge Nation mit rund der Hälfte der Bevölkerung im Alter unter 18 Jahren. Es gibt viele gefährdete junge Menschen", so Plan Haitis Länderdirektor John Chaloner. "Viele derjenigen in den Notlagern haben keinen Zugang zu den grundlegenden Gütern, Hilfe und Schutz. Diese leidensfähige, junge Generation braucht kontinuierliche Unterstützung mit guter Bildung und Berufsmöglichkeiten, um ihnen eine reale Hoffnung für die Zukunft zu geben und die Chancen, die sie verdienen."

Plan und viele weitere NGOs erinnern die Regierung Haitis an ihre Verantwortung und Führungsrolle in Nothilfe, Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsmarktwachstum. Aber das ärmste Land der westlichen Hemisphäre kämpft noch immer mit dem Wiederaufbau nach Erdbeben und Cholera. 

Dennoch gibt es Fortschritte in Haiti. Etwa eine Millionen Menschen, die monatelang in Notlagern in Port-au-Prince lebten, sind mittlerweile wieder in ihre Heimatgemeinden zurückgekehrt. Noch prägen Schutt und Zerstörung die Straßen in den betroffenen Gebieten, aber es wurden bereits mehrere Millionen Kubikmeter Schutt geräumt, rund die Hälfte ist schon beseitigt. Nach der Soforthilfe, die mehrere Monate nach Erdbeben und dem Ausbruch der Cholera getätigt wurde, steht der Wiederaufbau des Landes an. Plan konzentriert sich dabei auf drei Bereiche: 

-         Sichere, gute Bildung und Möglichkeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
-         Partizipation der haitianischen Mädchen, das beinhaltet Kampagnen zu Bildung, geschlechterbasierter Gewalt, Teenagerschwangerschaften und Arbeitsrecht.
-         Geburtenregistrierung, damit junge Haitianer und Haitianerinnen ihre Rechte, zum Beispiel auf Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen wahrnehmen können. Darüber hinaus ist dies eine wichtige Komponente zum Schutz vor Kinderhandel und Missbrauch. 

John Chaloner ist optimistisch: "Wenn Haiti nach dieser schrecklichen Katastrophe wiederaufgebaut wird als ein sich selbstversorgendes, erfolgreiches Land benötigt es starke Kinderschutzsysteme und Zugang zu Gesundheitsdiensten und Bildung. Wir bleiben optimistisch, dass das gelingen kann."

Die vergangenen 24 Monate
In den vergangenen zwei Jahren hat Plan in Haiti:
-         31.000 Kindern zurück zur Schule verholfen.
-         Als eine der ersten internationalen Organisationen Pläne mit der Regierung für Übergangsschulen abgestimmt und 257 Klassenzimmer in Jacmel und Croix-des-Bouquets gebaut.
-         Psychosoziale Betreuung für 14.000 Menschen, davon 12.000 Kinder angeboten.
-         Arbeitsmöglichkeiten für über 36.000 Haitianer geschaffen, um die wirtschaftliche Situation der Familien zu stärken, die alles verloren haben.
-         22.000 Menschen direkt nach dem Erdbeben mit Zelten und grundlegenden Gütern versorgt sowie zusammen mit einer irischen Organisation 100 Holzhäuser für Mütter mit Säuglingen, die ihren Mann durch das Erdbeben verloren haben, gebaut.
-         Mit dem unermüdlichen Einsatz im Kampf gegen die Cholera über 400.000 Menschen erreicht. 

Im Weltgeschichten-Blog von Plan Deutschland berichtet der 10-jährige David, wie er seinem Land helfen will. Er will Arzt werden und lernt fleißig in der Schule.

Weitere Informationen zu Plans Arbeit der vergangenen zwei Jahre in Haiti lesen Sie in der News vom 3. Januar 2012

AddThis Social Bookmark Button