| Einwohner | 28,8 Mio. (Deutschland: 82,3 Mio.) |
| Lebenserwartung | 73 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 24 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 3.990 USD (D: 42.440 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 97%, Männer 99% |
| Landesfläche | 1.285.220 km2 |
| Hauptstadt | Lima |
| Landessprache | Spanisch, Quecha, Aymara |
| Religion | Christentum |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2010
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Geografie
Peru gliedert sich landschaftlich in drei Regionen: den schmalen Küstenstreifen im Westen, das zentrale Hochland und die Regenwaldregion im Osten. Das Küstengebiet hat Wüstencharakter und ist nur am Rand fruchtbar. Die anschließenden Ost- und Westkordilleren umschließen dichtbesiedelte Hochgebirgstäler und -ebenen. Im Osten liegt das tropische Amazonas-Tiefland.
Geschichte
Das heutige Peru war Zentrum des Inka-Großreiches, das die Spanier 1523 unterwarfen. 1821 wurde das Land unabhängig. Mitte des 19. Jahrhunderts verlor Peru seine Salpeterprovinzen im Krieg gegen Chile. 1930 wurde der Diktator Leguia gestürzt, was die politische Lage destabilisierte. Ende der 60er Jahre formierten sich die maoistischen Guerilla-Bewegungen "Leuchtender Pfad" und "Tupac Amarao", die Reformen und bessere Lebensbedingungen für die Bauern, Indios und Mestizen forderten.
Situation heute
1992 gelangte Alberto Fujimori mit Hilfe des Militärs an die Regierung und verfolgte einen neoliberalen Wirtschaftskurs. 1995 und 2000 wurde er bei Volkswahlen im Amt bestätigt. Nach einem Korruptionsskandal enthob ihn der Kongress seines Amtes. Danach war Toledo Manrique Präsident, der ebenfalls aufgrund verschiedener Korruptionsskandale die Sympathie der Bevölkerung verlor. Im Juni 2006 wurde Alan Garcia Perez für eine fünfjährige Amtszeit zum neuen Staatspräsidenten gewählt.
Situation der Kinder
Die Rechte auf Bildung und gesundes Aufwachsen sind vor allem für Mädchen oft nicht gewährleistet, da Frauen und Mädchen gesellschaftlich einen niedrigen Stellenwert haben. Auch Kinder indigener Abstammung sind benachteiligt. Mangelernährung, Kinderarbeit, frühe Schwangerschaften und Gewalt im Elternhaus sowie an Schulen sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Peru.
Herausforderungen
Gesundheit
Besonders auf dem Land ist die medizinische Versorgung unzureichend und für viele nicht bezahlbar. Kürzungen im staatlichen Gesundheitsbudget haben die Situation verschärft. Viele Kinder sind untergewichtig, weil sie mangel- oder fehlernährt sind. Geschwächt und aufgrund mangelnder Hygiene sterben viele an vermeidbaren Krankheiten wie Diarrhöe, Tuberkulose, Malaria und parasitären Erkrankungen.
Bildung
Trotz offizieller Schulpflicht gehen vor allem in ländlichen Regionen viele Kinder nicht zur Schule, da Schulgebäude und qualifizierte Lehrer fehlen. Drei von vier Analphabeten in Peru sind Frauen.
Lebensumfeld
Peru hat erhebliche Umweltprobleme: Holzschlag und Brandrodung haben zur Erosion großer Bodenflächen geführt. Wasserknappheit ist ein ernstes Problem, die Wohnverhältnisse sind oftmals unzureichend.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1994
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2009: 28.195
Anzahl der Plan-Gemeinden: 300 (ca. 77.700 Familien)
4 Programmgebiete davon ein städtisches und 3 ländliche Programmgebiete im Westen und Süden des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Peru und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2005 bis 2015.
Die ausführliche Länderstrategie für Peru können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Peru
Programmberichte
Der Programmbericht des Finanzjahres 2008 (Juli 2007 bis Juni 2008) gibt Ihnen einen Überblick, welche Projekte in den Schwerpunktprogrammen umgesetzt wurden.
Den ausführlichen Programmbericht für Peru können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Peru
Nachrichten aus den Projektgebieten
15.02.2010 | Peru - Hilfe für Überschwemmungsopfer
03.02.2010 | Peru - Schwere Überschwemmungen in Cusco
20.08.2007 | Peru - Programmarbeit geht nach Erdbeben weiter
