| Einwohner | 5,8 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.) |
| Lebenserwartung | 74 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 26 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 1.010 USD (D: 42.560 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 89%, Männer 85% |
| Landesfläche | 130.700 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Managua |
| Landessprache | Spanisch |
| Religion | Christentum |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2011
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Geografie
Das größte und am dünnsten besiedelte Land Mittelamerikas gliedert sich in drei Zonen: dem dichtbesiedelten Flachland am Pazifik an das sich eine Vulkankette anschließt, dem von Kaffeeanbau geprägten zentralen Hochland und der mit tropischem Regenwald bestandenen Atlantikebene. Ein geologischer Graben am Rande des Managua- und Nicaraguasees im Süden führt häufig zu Erdbeben.
Geschichte
1821 wurde Nicaragua von Spanien unabhängig. Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der amerikanische Einfluss, gegen den sich ein Widerstand unter der Führung Sandinos regte. Nach Abzug der Amerikaner 1934 beherrschte der Somoza-Clan das Land für 52 Jahre. 1985 bis 1990 regierte die Partei der Sandinisten (FSLN) unter Ortega. Die USA verhängten ein Handelsembargo und unterstützten die anti-sandinistischen Contras in einem zehn Jahre andauernden Bürgerkrieg.
Situation heute
Nicaragua ist das zweitärmste Land Lateinamerikas. Daniel Ortega, ehemaliger erster Staatschef nach der sandinistischen Revolution, gewann im November 2006 die Präsidentschaftswahlen und kehrte so nach 16 Jahren erneut an die Macht zurück. Im November 2011 wurde er zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt. Die Wahl war jedoch umstritten und die Opposition weigerte sich, das Ergebnis anzuerkennen.
Situation der Kinder
Unzureichender Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung, Fehlernährung, frühe Schwangerschaften und sexueller Missbrauch sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Nicaragua.
Herausforderungen
Gesundheit
Die medizinische Versorgung ist unzureichend. Gesundheitseinrichtungen und ausgebildetes Personal fehlen. Viele Nicaraguaner, vor allem Kinder, sind mangel- oder unterernährt. Nur zwei Drittel der ländlichen Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Malaria, Diarrhöe, Atemwegsinfekte und Dengue-Fieber sind weitverbreitete Krankheiten, die bei Kleinkindern oft tödlich verlaufen. Familienplanung und Wissen um die Gefahren von HIV/Aids sind kaum verbreitet.
Bildung
Es besteht Schulpflicht, die vor allem in den ländlichen Gebieten nicht eingehalten wird. Die Ausstattung der Schulen in den ländlichen Gebieten ist mangelhaft. Es fehlt an Möbeln, Unterrichtsmaterialien und gut ausgebildeten Lehrkräften. Seitdem die Regierung Ortega Schulgebühren und Uniformpflicht abgeschafft hat, werden mehr Kinder eingeschult, jedoch kommt es zu infrastrukturellen Engpässen.
Lebensumfeld
Die fortschreitende Rodung der Wälder führt zu Bodenerosion, durch die immer mehr landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar werden. In den letzten Jahren häuften sich außerdem Naturkatastrophen.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1994
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2010: 29.875 Anzahl der Plan-Gemeinden: 376
5 Programmgebiete davon ein ein ländliches und vier städtisch/ländliche im Westen und Nordosten des Landes
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Nicaragua und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2004 bis 2010. Zurzeit überarbeitet Plan Nicaragua seine Länderstrategie. Bis zur Fertigstellung der neuen Strategie gilt die vorliegende.
Die ausführliche Länderstrategie für Nicaragua können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Nicaragua
Projektberichte
Wollen Sie mehr über die konkrete Arbeit von Plan und seinen Partnern vor Ort erfahren? Hier finden Sie Berichte über Projekte, die mit Hilfe Ihrer Einzelspenden umgesetzt werden. Lesen Sie, welche Fortschritte im Einzelnen erzielt wurden und wofür Plan Ihre Spendengelder einsetzt.
Abschlussbericht: „Geburtsurkunden für alle Kinder“
Eine Geburtsurkunde sichert jedem Kind wesentliche Rechte für sein gesamtes Leben zu - zum Beispiel das Recht zu wählen, eine Schule zu besuchen, medizinisch behandelt zu werden oder eine Erbschaft antreten zu können. Im Abschlussbericht erfahren Sie, wie Plan und seine Partner durch ein Projekt die Registrierung von 37.814 Mädchen und Jungen ermöglichten.
Den ausführlichen Projektbericht für Nicaragua können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Nicaragua
Nachrichten aus den Projektgebieten
29.05.2008 Nicaragua - Neue Chancen für kriminelle Jugendliche
05.10.2007 Nicaragua - Hilfe nach Hurrikan "Felix" greift
07.09.2007 Nicaragua, Guatemala, Honduras, El Salvador - Soforthilfe für Mittelamerika
06.09.2007 Nicaragua, Honduras, Guatemala - Plan prüft Situation nach Wirbelsturm
