Timor-Leste

Einwohner 1,1 Mio. (D: 82,3 Mio.)
Lebenserwartung 61 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 93 von 1.000 (D: 4 pro 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 2.460 US$ (D: 42.440US$)
Alphabetisierungsrate** keine offiziellen Daten - ca. 50 %
Landesfläche 18.889 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Díli
Landessprache Portugiesisch, Tetum, Indonesisch, Englisch
Religion Christentum (95%)
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2010

Geografie und Klima

Das Staatsgebiet Timor Leste liegt in Südostasien und umfasst den östlichen Teil der Insel Timor. West-Timor geht zu Indonesien. Das Klima ist tropisch. Die Regenzeit ist von November bis April. Während der restlichen Zeit herrscht Dürre. Timor-Leste bedeutet Osttimor.

Geschichte

Seit 1520 war die Insel Timor unter portugiesischer Herrschaft. 1914 entschied der Internationale Gerichtshof über ihre Teilung. Der Osten, das heutige Timor-
Leste, blieb portugiesisch, der Westen, das heutige Indonesien, wurde Teil Niederländisch-Indiens. Wenige Tage nach der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 wurde Timor-Leste von Indonesien besetzt. Es folgte eine 24-jährige Besatzungszeit, die von Menschenrechtsverletzungen an der timoresischen Bevölkerung geprägt war. Nachdem 1999 in einem Referendum für die Unabhängigkeit Timor-Lestes entschieden wurde, verwüsteten indonesische Milizen weite Teile des Landes. Die Vereinten Nationen übernahmen vorübergehend die Verwaltung, bis am 20. Mai 2002 endgültig der neue Staat Timor-Leste gegründet wurde. Der Unabhängigkeitsführer Xanana Gusmão wurde zum ersten Präsidenten gewählt.

Situation heute

2006 schlugen Proteste von aus der Armee entlassenen Soldaten in Gewalt um. Es folgten schwere Auseinandersetzungen. Viele der Bewohner Dílis flüchteten und suchten Schutz in Notunterkünften. Die UNO verstärkte ihre Präsenz in Timor- Leste. Die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen von 2007 wurden von internationalen Beobachtern als frei, friedlich und fair bewertet. Staatsoberhaupt ist seitdem Dr. José Ramos Horta, Regierungschef sein Vorgänger Gusmão. 2008 kam es nach einem gescheiterten Anschlag auf das Führungsduo zu erneuten Ausschreitungen. Mittlerweile ist es Sicherheitskräften und internationalen Truppen gelungen, die Lage weitgehend zu beruhigen.

Situation der Kinder

Unzureichender Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung, ein Leben in Flüchtlingsunterkünften, niedrige Geburtenregistrierungsraten sowie eine hohe Jugendarbeitslosigkeit sind nur einige der Kinderrechtsverletzungen in Timor-Leste.     

Herausforderungen

Gesundheit
Die medizinische Versorgung ist mangelhaft. Vor Ort fehlt es an gut ausgebildeten Fachpersonal. Viele Timoresen erkranken während der Regenzeit an Malaria und an Denguefieber. Durchschnittlich kommt ein Arzt auf 10.000 Einwohner.

Bildung
Mehr als die Hälfte der Timoresen können weder lesen noch schreiben. Es fehlt an Schulen und ausgebildetem Lehrpersonal. Offizielle Amtssprachen sind das weit verbreitete Tetum sowie Portugiesisch, das jedoch nur noch von einer kleinen Minderheit gesprochen wird. Eine Entscheidung der Regierung sieht vor, dass Tetum in den ersten drei Schuljahren unterrichtet werden soll. Danach soll schrittweise Portugiesisch als Unterrichtssprache eingeführt werden.

Lebensumfeld
Etwa die Hälfte der Bewohner ländlicher Regionen hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, nur ein Drittel verfügt über Sanitäranlagen. Die Folge sind vermeidbare Krankheiten, die besonders für Kinder gefährlich sind.

Programmgebiete

Plan arbeitet seit 2000 in Timor Leste.                    
3 Programmgebiete, davon 2 ländliche und ein städtisches.
Der Beginn des Patenschaftsprogramms ist für Sommer 2010 geplant.                                               

Nachrichten aus den Projektgebieten

05.07.2006 | Osttimor - Nach Unruhen in Osttimor – Kinderhilfswerk Plan hilft Flüchtlingen

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Ich freue mich, dass Plan eine Schule für mein Dorf baut. Ich will Lehrerin werden!

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