| Einwohner | 10,2 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.) |
| Lebenserwartung | 62 Jahre (D: 80 Jahre) |
| Kindersterblichkeit* | 87 von 1.000 (D: 4 von 1.000) |
| Pro-Kopf-Einkommen | 660 USD (Angaben 2010) (D: 42.560 USD) |
| Alphabetisierungsrate** | Frauen 87%, Männer 76% (Angaben 2010) |
| Landesfläche | 27.750 qkm (D: 357.030 qkm) |
| Hauptstadt | Port-au-Prince |
| Landessprache | Kreol, Französisch |
| Religion | Voodoo, Christentum |
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*pro 1.000 Lebendgeburten **bei Jugendl. (15–24 Jahre) Stand 2011
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Geografie
Haiti liegt auf dem westlichen Drittel der Karibikinsel Hispañola. Ehemals als die üppig bewachsene "Perle der Antillen" bekannt, ist Haiti heute durch Abholzung und Erosion weitgehend kahl. Es herrscht tropisches Klima. In der Hurrikan-Saison von Juni bis September kommt es häufig zu schweren Überschwemmungen.
Geschichte
Nach wechselnden Kolonialherren wurde Haiti 1804 unabhängig. Kriege mit der Dominikanischen Republik, politische Instabilität, diktatorische Terror-Regime und bürgerkriegsähnliche Zustände bestimmten seitdem die Entwicklung des Landes. Korruption, Menschenrechtsverletzungen und wirtschaftlicher Zusammenbruch verstärken die Armut. 1957 errichtete F. Duvalier („Papa Doc“) eine Diktatur, die nach seinem Tode von seinem Sohn Jean-Claude Duvalier („Baby Doc“) bis Mitte der 1980er Jahre fortgeführt wurde.
Situation heute
Haiti ist das ärmste Land Lateinamerikas. Nahrungsmittel müssen importiert werden. Die Präsidentschaftswahlen im März 2011 gewann der populäre Musiker Michel Martelly. Im Mai soll er sein Amt antreten. Anfang Januar 2010 kam es zu einem verheerenden Erdbeben, bei dem über 220.000 Menschen starben. Im Herbst darauf brach die Cholera aus, die immer noch anhält. Seitdem sind über 270.000 Menschen erkrankt und über 4.700 gestorben.
Der Wiederaufbau des Landes geht nur schlieppend voran. Rund 1,3 Millionen Haitianer leben immer noch unter schwierigen Bedingungen in Notunterkünften oder provisorischen Zeltstädten.
Situation der Kinder
Kinderarbeit, Bedrohung durch HIV und Aids, unzureichender Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung sowie Gewalt an Schulen und im Elternhaus gehören zum Alltag vieler jungen Menschen in Haiti.
Herausforderungen
Gesundheit
In Haiti fehlen medizinische Einrichtungen und geschultes Personal. Viele lassen sich von Naturheilern oder Vodoo-Priestern behandeln. Mangelernährung, Typhus, Malaria, Tuberkulose sowie Aids gefährden das Leben vieler Haitianer. Haiti weist mit 2,2% (2008) eine hohe HIV-Infektionsrate auf.
Bildung
In Haiti mangelt es an Schulen, Lehrmaterial und qualifiziertem Lehrpersonal. Da viele Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können, schicken sie ihre Kinder nur abwechselnd zur Schule.
Lebensumfeld
Die Wasser- und Stromversorgung ist unzureichend. In den ländlichen Gebieten hat nur etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser. Fast der gesamte Baumbestand Haitis wurde abgeholzt, nur noch 23 Prozent des Landes können landwirtschaftlich genutzt werden.
Daten zur Programmarbeit
Programmarbeit seit 1973
10 Programmgebiete im Nordosten, Südosten und Westen des Landes
Vom schweren Erdbeben am 12. Januar 2010 sind auch die Plan-Programmgebiete im Südosten und Westen stark betroffen. Plan leistete Soforthilfe und setzt jetzt die Übergangshilfe und den Wiederaufbau um.
Länderstrategie
Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Haiti und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2006 bis 2019.
Die ausführliche Länderstrategie für Haiti können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Haiti
Flutkatastrophe 2010
Das Erdbeben in Haiti vom 12. Januar 2010 löste eine außerordentliche Welle der Hilfsbereitschaft aus. Nach dem Beben leistete Plan als eine der ersten Hilfsorganisationen Nothilfe vor Ort. In der Hauptstadtregion und im Süden des Landes verteilten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Hilfsgüter. Schwerpunkte der humanitären Hilfe von Plan sind der Kinderschutz und Wiederaufbau des Bildungswesens.
Lesen Sie hier mehr:
Plan in Haiti - Ein Jahr nach dem Erdbeben
Zudem geben Ihnen Fragen und Antworten zur Erdbebenkatastrophe einen kurzen Überblick über Plans Aktivitäten.
Nachrichten aus den Projektgebieten
10.01.2012 Haiti - Haiti nicht vergessen
03.01.2012 Haiti - Katastrophe jährt sich zum zweiten Mal
01.08.2011 Haiti - Briefwechsel mit Patenkindern läuft
10.06.2011 Haiti - Erster nationaler Tag des Kindes
29.03.2011 Haiti - Hoffnung auf ein besseres Leben
