Ecuador

Einwohner 13,8 Mio. (Deutschland: 82,1 Mio.)
Lebenserwartung 75 Jahre (D: 80 Jahre)
Kindersterblichkeit* 24 von 1.000 (D: 4 von 1.000)
Pro-Kopf-Einkommen 3.940 USD (D: 42.440 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 96%, Männer 95%
Landesfläche 256.370 qkm (D: 357.050 qkm)
Hauptstadt Quito
Landessprache Spanisch
Religion Christentum
*pro 1.000 Lebendgeburten  **bei Jugendl. (15–24 Jahre)  Stand 2011

Geografie

Ecuador liegt am Äquator im Nordwesten Südamerikas. Es teilt sich in drei Regionen: das Küsten-Tiefland im Westen, das tropische Amazonasbecken im Osten und das zentrale Anden-Hochland.

Geschichte

1533/34 eroberten die Spanier Ecuador und zerstörten das Inkareich. Sie regierten das Land zunächst von Peru und später von Groß-Kolumbien aus. 1822 erlangte Ecuador unter Simón Bolívar die Unabhängigkeit und wurde 1830 selbstständige Republik. 

Situation heute

In den vergangenen Jahren führten wirtschaftliche und sozialpolitische Entscheidungen der Regierung immer wieder zu Protesten bei der Bevölkerung, insbesondere bei den indigenen Volksgruppen. Dennoch blieb die politische Situation stabil. Bei den Präsidentschaftswahlen Ende 2006 wurde Rafael Correa zum Präsidenten gewählt und im April 2009 im Amt bestätigt. Seit 2008 ist eine neue Verfassung in Kraft.

Situation der Kinder

Kinderarbeit, unzureichender Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten, vor allem für indigene Bevölkerungsgruppen sowie Gewalt an Schulen und im Elternhaus gehören für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag in Ecuador.

Herausforderungen

Gesundheit
Die medizinische Versorgung reicht für viele Familien nicht aus. Kleinkinder und Mütter sind anfällig für Krankheiten, weil es an sauberem Trinkwasser und Latrinen mangelt. Besonders die Indio-Bevölkerung leidet häufig an Durchfall, Atemwegsinfekten, Blutarmut und Vitamin-A-Mangel.

Bildung
In Ecuador besteht für Kinder vom 6. bis 14. Lebensjahr Schulpflicht. Staatliche Bildungsprogramme führten landesweit zu einem Anstieg der Alphabetisie-rungsrate. Zwischen ländlichen und städtischen Gebieten gibt es jedoch große Unterschiede. Viele Kinder in dörflichen Gemeinden besuchen die Schule entweder gar nicht oder müssen sie vorzeitig wieder verlassen, da die Familien auf ihre Mitarbeit angewiesen sind. Ein großes Problem stellt auch die Sprache dar. In Schulen wird hauptsächlich Spanisch unterrichtet, während die Kinder in ihren Familien und Gemeinden ihre lokale Sprache sprechen.

Lebensumfeld
Die Wohnverhältnisse sind oft gesundheitsgefährdend: In den Slumgebieten leben die Menschen beengt in provisorischen Unterkünften. Sie verfügen weder über sanitäre Einrichtungen noch über sauberes Trinkwasser. Auf dem Land hat nur ein geringer Teil der Familien einen Strom- oder Wasseranschluss. Auf der Suche nach Arbeit verlassen viele Familien die ländlichen Gebiete und ziehen in die Städte oder ins benachbarte Ausland. Unterbeschäftigung und Armut sind auch Gründe für das hohe Aufkommen an Kinderarbeit.

Daten zur Programmarbeit

Programmarbeit seit 1964
Anzahl der Patenkinder im Finanzjahr 2010: 56.648
Anzahl der Plan-Gemeinden: 1.357
14 Programmgebiete davon 12 ländliche, 1 städtisches und 1 städtisch/ländliches Programmgebiet

Länderstrategie

Diese Länderstrategie beschreibt, wie Plan Ecuador und seine Partner verschiedene Ressourcen einsetzen, um die Lebensumstände und Zukunftsperspektiven von schutzbedürftigen Kindern zu verbessern. Die Länderstrategie bildet den Rahmen für eine beständige und kontinuierliche Programmarbeit während des Zeitraums von 2005 bis 2010. Zurzeit überarbeitet Plan Ecuador seine Länderstrategie. Bis zur Fertigstellung der neuen Strategie gilt die vorliegende.

Die ausführliche Länderstrategie für Ecuador können Sie sich hier ansehen und herunterladen -> Ecuador

Nachrichten aus den Projektgebieten

28.03.2011 Ecuador - Ein reibungsloser Plan – Katastrophentraining besteht Bewährungsprobe

10.08.2010 Ecuador - San Roque Straßenkinder-Projekt

12.10.2008 Ecuador - Hilfe nach Überschwemmungen

01.04.2008 Ecuador - Plan weitet Nothilfe aus

06.03.2008 Ecuador - Plan leistet Nothilfe

Schule ist schön! Ich freue mich, dass ich bald schreiben lernen kann.

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