UN-Kinderrechtskonvention - Verpflichtung der Generationen

Mit der Verabschiedung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes 1989 wurden Kindern zum ersten Mal eigene Rechte zugesprochen. Damit ist festgehalten, dass Mädchen und Jungen unveräußerliche Grundrechte zustehen und dass sie einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung ihrer Gesellschaft leisten.

Alle Staaten, mit Ausnahme von Somalia und den USA, haben diese Konvention ratifiziert und sich somit verpflichtet, Kinderrechte in ihrer Gesetzgebung zu berücksichtigen.

 

 

Die Kinderrechtskonvention beruht auf vier Grundprinzipien:

 

1. Recht auf Gleichbehandlung
2. Prinzip des besten Interesses des Kindes
3. Recht auf Leben und persönliche Entwicklung
4. Prinzip der Achtung vor der Meinung und dem Willen des Kindes


Die 54 Artikel der Konvention teilen sich in Versorgungs-, Schutz- und Beteiligungsrechte auf. Die Konvention ist das erste völkerrechtlich verbindliche Dokument, das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bürgerrechte beinhaltet.

Kinder, Eltern und Sorgeberechtigte haben das Recht, von ihrer Regierung oder Gesellschaft Unterstützung einzufordern, wie beispielsweise beim Grundrecht auf Bildung und gesundheitliche Versorgung. Alle fünf Jahre müssen die Regierungen der UN-Kinderrechtskommission in Genf einen Rechenschaftsbericht vorlegen, der über die erreichten Fortschritte informiert.

 

Kinderrechte



Ein Auszug aus der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN):


Jedes Kind hat ein Recht auf Gleichheit
Das bedeutet: Jedes Kind hat die gleichen Rechte. Egal, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist, ob es arm oder reich ist, welche Religion es hat oder aus welchem Land es ist.


Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit
Das bedeutet: Jedes Kind soll Medizin bekommen, wenn es krank ist, in einer sauberen Umgebung leben und genügend zu Essen bekommen.


Jedes Kind hat das Recht auf einen Namen
Das bedeutet: Jedes Kind soll direkt nach der Geburt registriert weden und darf wissen, wer seine Eltern sind (gesetzlich anerkannte Familienbeziehungen). Seine uneingeschränkte Identität und Staatsangehörigkeit soll gewährleistet sein.


Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung
Das bedeutet: Jedes Kind soll lesen und schreiben lernen. Es hat ein Recht auf eine Schulbildung und eine Berufsausbildung


Jedes Kind hat ein Recht auf Spiel und Freizeit
Das bedeutet: Jedes Kind soll Zeit und Platz haben, um spielen und sich ausruhen zu können.


Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung
Das bedeutet: Kein Kind soll Arbeiten verrichten, die ihm gesundheitlich oder seelisch schaden. Jedes Kind soll zur Schule gehen und spielen können, statt hart arbeiten zu müssen.


Jedes Kind hat ein Recht auf Familie
Das bedeutet: Jedes Kind soll bei seinen Eltern leben dürfen und von der Familie geschützt werden. Wenn die Eltern getrennt leben, soll jedes Kind sich aussuchen können, ob es bei seinem Vater oder bei seiner Mutter wohnt.


Jedes Kind hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung
Das bedeutet: Jedes Kind soll ohne Angst seine Meinung sagen können. Es hat das Recht, angehört zu werden, wenn es um Dinge geht, von denen es selbst betroffen ist.


Jedes Kind hat ein Recht auf gewaltfreie Erziehung
Das bedeutet: Eltern oder Lehrer dürfen ein Kind nicht schlagen, misshandeln, schlecht behandeln oder vernachlässigen.


Jedes Kind hat ein Recht auf Fürsorge
Das bedeutet: Jedes Kind soll Nahrung, sauberes Wasser, Wohnung und Kleidung bekommen.








 

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