Wolke Hegenbarth

Wolke Hegenbarth ist seit über sieben Jahren Patin zweier Mädchen in Ägypten und Guinea-Bissau. Die Schauspielerin aus Köln glänzt nicht nur in Komödien und Krimis: Bei der SKL-Millionen-Show überzeugte sie die Zuschauer mit einem atemberaubenden Stunt und erspielte 27.400 Euro für die Soforthilfe von Plan in Pakistan.

Sie wagten sich in der SKL-Show mit einem Rad auf ein Drahtseil, machten sogar einen Kopfstand auf dem Lenker. Wo haben Sie das gelernt?

Naja, also den Kopfstand an sich kann ich schon, seit ich ein Kind bin. Ich habe immer viel Sport gemacht, gerade Akrobatik lag mir sehr. Das kommt mir heute sehr zu Gute und ich freue mich, wenn ich mich ab und an einer körperlichen Herausforderung stellen kann.


Hatten Sie vor Ihrem großen Auftritt gar keine weichen Knie?

Doch, sogar sehr weiche Knie. Mein Puls war bei 160!!! Und dann dachte ich noch kurz davor: "Warum bloß habe ich gesagt, dass ich das mache?!"

 

Der Applaus für Sie war überwältigend. Was ging Ihnen durch den Kopf?

 

Ich habe mich riesig gefreut. Es war irgendwie "mein Abend" - manchmal läuft einfach alles gut und glatt. Die SKL-Show war so eine Sache. Das hat natürlich großen Spaß gemacht- und dass es dann noch für einen guten Zweck ist, freute mich gleich doppelt!

 
Zuletzt waren Sie als Polizeimeisterin Jule Schmitt in der ZDF-Serie „Notruf Hafenkante“ zu sehen. Komödie oder Krimi – was liegt Ihnen mehr?

Beides hat seine Herausforderungen. Die Komödie fällt mir grundsätzlich leichter, da habe ich jahrelange Übung. Der Krimi ist eine tolle Herausforderung - ich freue mich immer, Neuland betreten zu können. Die "Hafenkante" ist so ein Fall.


Wann war für Sie klar, dass Sie Schauspielerin werden – und gibt es noch einen anderen Beruf, der Sie reizt?

 

Hhhhmm, wirklich klar geworden, dass ich die Schauspielerei zum Beruf machen möchte- das hat gedauert. Mit 24, als ich den deutschen Comedy-Preis als beste Schauspielerin gewann, habe ich angefangen, diesen Beruf als meinen wahrzunehmen. Eine Alternative wäre für mich Visagistin oder Innenarchitektin gewesen. Ich liebe Kunst und Design, lasse mich gerne von schönem Neuen inspirieren...

 
Sie sind ständig auf Achse. Was gibt Ihnen in Ihrem Leben Halt?


Meine Familie und meine Freunde - ganz, ganz wichtig! Gerade wenn jemand, wie ich, oft nur zwei Monate im Jahr in seiner Heimatstadt Köln verbringt. Die Verbindung nach Hause, die Besuche von Freunden vor Ort und der Skype-Kontakt mit Freundinnen im Ausland sind mir heilig - dafür finde ich immer Zeit!

 
Was bedeutet für Sie Heimat?


Heimat? Schwer zu beschreiben. Aber für mich ist das unter anderem, dass ich blind und ohne nachzudenken, meinen vertrauten Supermarkt finde und dort am besten noch auf meine beste Freundin treffe, weil die direkt um die Ecke wohnt. Und dann spontan zum Kaffee ins Cafe - herrlich!  Es ist aber auch ein Gefühl. Zum Beispiel, wenn ich im Taxi vom Bahnhof nach Hause sitze und kölsche Musik im Radio läuft und dann denke "Ich bin wieder hier … in meinem Revier!" 

 
Wie ist es zu Ihrer ersten Patenschaft  gekommen?


Vor Jahren schaute ich das Promi-Special "Wer wird Millionär“. Barbara Schöneberger spendete dort  ihren Erlös an Plan. Da ich sie mochte und sie für eine kluge Frau halte, entschied ich mich spontan zu einer Plan-Patenschaft. Inzwischen sind es zwei.
 
Ihre beiden Patenkinder leben in Ägypten und Guinea-Bissau. Zufall, oder liegt Afrika Ihnen besonders am Herzen?


Ja, mein Mann ist Südafrikaner und ich habe seit zehn Jahren einen starken emotionalen Bezug zum afrikanischen Kontinent. Ich engagiere mich ausschließlich für Afrika und fühle mich durch meine zahlreichen Südafrika-Aufenthalte dort schon fast heimisch - eine ganz wundervolle Erfahrung!