Paraguay
Zwischenbilanz im Ernährungsprojekt
Viele Kinder in Paraguay sind mangelernährt und können sich nicht altersgemäß entwickeln. Eine falsche Ernährung in den ersten Lebensjahren hat weitreichende Folgen. Mit Schul- und Privatgärten steuert Plan dem in 32 Gemeinden entgegen.Ein Großteil der Menschen in Paraguay ist fehl- oder unterernährt. Das liegt unter anderem daran, dass nicht ausreichend Wissen über den richtigen Anbau und die Zubereitung von Obst und Gemüse vorhanden ist. Kinder, besonders Kleinkinder, leiden jedoch unter einer Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralien: Sie entwickeln sich nicht altersgemäß. Auch in der Schule macht sich das bemerkbar, viele Schüler können sich nicht konzentrieren oder sind häufig krank.
Mit einem Projekt zum ökologischen Anbau von Gemüse in Schul- und Privatgärten verbessert Plan die Ernährung und Gesundheit von über 2.300 Mädchen und Jungen in den Programmgebieten Paraguari und Caaguazu. Das Projekt startete im Sommer 2009 und zog jetzt eine Zwischenbilanz.
Bisherige Maßnahmen
In den Gemeinden wurden 64 Einführungsveranstaltungen und Workshops zur Vorbereitung des Projekts durchgeführt. An ihnen nahmen Eltern, Lehrkräfte und Kinder teil. In diesen Treffen wählten die Gemeinden Projektmanagement-Komitees, teilten die Aufgaben auf und erstellten Aktionspläne für die Gemeinden.
269 Familien wurden im ersten Halbjahr des Projekts für eine Teilnahme ausgewählt, weitere 498 Familien im zweiten Projekthalbjahr. Die Auswahl erfolgte durch ein Frauen-Gemeindekomitee in öffentlichen Sitzungen. Insgesamt wurden mit Hilfe der lokalen Behörden deutlich mehr als die geplanten 256 Gärten, nämlich 13 Schul- und 767 Hausgärten angelegt.
Erste Erfolge bemerkbar
Bereits nach einem Jahr ist festzustellen, dass das Obst und Gemüseangebot in den Gemeinden größer und vielseitiger geworden ist. Die Familien nutzen ihre Erträge und teilen Ernte und Wissen mit Nachbarn, die nicht aktiv in das Projekt eingebunden sind. Von den 3.000 Kindern, die insgesamt von dem Projekt profitieren sollen, werden bereits 2.300 erreicht und eingebunden. Rechnet man das direkte Umfeld hinzu, können mindestens 9.000 Menschen ihre Ernährungssituation mit Plans Hilfe verbessern.
Nicht nur die Gesundheit der Kinder und ihrer Eltern ändert sich. Die Gärten tragen auch zur Einkommenssicherung der Familien bei. Ernteerträge, die nicht für den Eigenbedarf verbraucht werden, werden auf Messen und Märkten und Märkten verkauft. Die Komitees konnten bereits Einnahmen verzeichnen, die sie in die Hausgärten reinvestieren.
Mit gutem Beispiel voran
Plans Ansatz zur Verbesserung der Ernährungssituation in Paraguay ist auch von den lokalen Behörden positiv wahrgenommen worden. Mit dem Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht wird eine Zusammenarbeit aufgebaut. Ziel ist es, die Aktivitäten in den Gemeinden mit Maßnahmen auf nationaler Ebene abzustimmen und zu ergänzen. Die Regierung ist dabei, den Projektansatz in staatliche Programme aufzunehmen und in anderen Landesteilen zu duplizieren.
Marie-Luise Marjan Stiftung
Schauspielerin Marie-Luise Marjan gründete anlässlich ihres 70. Geburtstages im letzten Jahr eine eigene Stiftung. In diesem Jahr kommen die Erträge ihrer Stiftung dem Ernährungsprojekt in Paraguay zugute. Lesen Sie hier mehr zu dem Engagement der Plan-Patin für Paraguay.




