30.08.2011

Vietnam

Zwischenbericht Gesundheitsprojekt

Vietnams Gesundheitsversorgung hat sich in den letzten Jahren verbessert, doch viele ländlich und abgelegen lebende Gemeinden haben noch immer eine mangelnde medizinische Versorgung. Mit einem Gesundheitsprojekt verbessert Plan die Lebenssituation von Kindern und ihren Familien.

Durchfall und parasitäre Erkrankungen bei Kleinkindern sind ein großes Problem in Vietnam, ein Drittel der Kinder ist mangelernährt, dazu kommt eine hohe Kindersterblichkeitsrate. Um dies zu ändern, führt Plan in 79 Gemeinden Projekte zur Verbesserung der Gesundheitssituation durch. Mit Erfolg – und mit begeisterter Teilnahme der Menschen.

"Alle Mitglieder des Gesundheitsclubs freuen sich immer schon auf das monatliche Treffen, wo wir wieder Neues lernen, Erfahrungen über Gesundheitsmaßnahmen für Mütter und Kinder austauschen können und darüber diskutieren", sagt Tien Pong. Sie ist eine der Teilnehmerinnen einer Informationsveranstaltung zum Thema Gesundheit. Die Schulungen finden in den von Plan gegründeten Gesundheitsclubs statt, die bereits in 79 Projektgemeinden errichtet wurden. Hier werden Schwangere, Mütter und Kinder rund um ihre gesundheitlichen Belange beraten, unterstützt und geschult.

Plan unterhält seit 2009 Projekte zur Verbesserung der Gesundheitssituation in den abgelegenen, ländlichen Gemeinden der Distrikte Minh Hoa und Le Thuy des südostasiatischen Landes. Denn speziell dort ist die Qualität der Gesundheitsversorgung, insbesondere von Frauen, Müttern und Kindern ethnischer Minderheiten, unzureichend.

Das Projekt zielt auf die beiden größten gesundheitlichen Probleme ab: Mangelernährung und Kindersterblichkeit. Mit den Projektmaßnahmen soll beides im Programmgebiet reduziert werden. Das Projekt ist ein großer Erfolg und wurde von ursprünglichen 38 auf 79 Gemeinden erweitert. Im Min Hoa und Le Thuy Distrikt profitierten während des zweiten Projektjahres 2.282 Kinder unter fünf Jahren, 375 schwangere Frauen und junge Mütter, 137 Gesundheitshelfer und 4.967 Frauen zwischen 15 und 49 Jahren von den Projektaktivitäten. Weitere ausführliche Informationen finden Sie im Zwischenbericht.

Hygiene, Ernährung, Geburtsvorbereitung: Schulungen verbessern nachhaltig die Gesundheitssituation
Im Vordergrund der Maßnahmen steht dabei stets die Hilfe zur Selbsthilfe. Grundlage bilden die errichteten Gesundheitsclubs, in denen Schulungen zu Infektionskrankheiten Trainings über Ernährung stattfinden. Außerdem werden Gesundheitshelfer und –Helferinnen sowie Geburtenhelferinnen ausgebildet, denn in den Gemeinden finden mehrheitlich Hausgeburten statt, die mit hohen gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind verbunden sind. Die Hebammen helfen später nicht nur bei der Geburt, sie beraten auch Schwangere, wodurch die Versorgung von Schwangeren, Müttern und ihren Kleinkindern im Programmgebiet nachhaltig verbessert wird.

Ein weiterer wichtiger Ansatzpunkt ist die gesunde Ernährung. Plans Projekt beinhaltet Schulungen zur Nahrungsmittelzubereitung aus lokalen Obst- und Gemüsesorten. Außerdem finden Beratungen über gesunde Ernährung statt. Eine Teilnehmerin berichtet: "Bereits mehrmals fanden in unserer Gemeinde diese Essens- und Kochkurse statt. Sie sind wirklich nützlich für uns, denn dort lernen wir sehr viel darüber, wie wir unsere lokalen Lebensmittel für die Kinder am besten zubereiten und die Kinder richtig ernähren können."

Um die gesunde Entwicklung der Kinder kontrollieren und Erkrankungen oder Mangelernährung rechtzeitig erkennen zu können, wurden Waagen und Messlatten zur Untersuchung bereit gestellt. Weiterer Aspekt ist die Aufklärung über Hygiene, sauberes Wasser, Übertragung von Krankheiten und Infektionen. Darin wurden Maßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen vermittelt.

Einbeziehung der Menschen  in Aktivitäten
Wichtig für den Erfolg des Projektes sind die Einstellungen der jeweiligen Gemeindevorsteher – hoch geachtete und einflussreiche Personen, deren Zusammenarbeit und Beteiligung am Projekt für die langfristige Wirkung der Maßnahmen unerlässlich sind. Diese zeigten sich sehr motiviert und tragen dadurch maßgeblich zum Projekterfolg bei. Plans Selbsthilfe-Ansatz findet Anklang bei den Bewohnern. Voller Überzeugung nehmen sie an den Projekten teil und verbreiten ihr neues Wissen begeistert in den Gemeinden.

Weitere Informationen zu diesem und anderen Spendenprojekten von Plan finden Sie hier.

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