21.03.2011

Kambodscha

Weltwassertag 2011

Am 22. März wird der 18. internationale Weltwassertag gefeiert. Bis zu 3.900 Kinder sterben täglich an den Folgen von unsauberem Wasser. Dabei kann mit Hygienemaßnahmen, Brunnen und Latrinen viel erreicht werden. Plan setzte dies im Finanzjahr 2010 unter anderem in Kambodscha um.

Seit 2010 gehört sauberes Wasser zum allgemeinen Menschenrecht. Unter schlechter Trinkwasser-Versorgung leiden zahlreiche Gemeinden im ländlichen Kambodscha. Verbunden mit mangelhaften sanitären und hygienischen Bedingungen sind bei vielen Kindern Durchfallerkrankungen die Folge. Sie zählen zu den Hauptgründen für die hohe Sterblichkeit bei Kindern unter fünf Jahren.

Hygieneverhalten ändern
In vielen Gegenden ist es üblich, wenn keine Latrinen vorhanden sind, sich hinter einen Busch oder auch auf ein offenes Feld zu hocken, um sein "Geschäft" zu verrichten. So gelangen Bakterien ins Wasser und an Nahrungsmittel. Aufklärung spielt hierbei die größte Rolle, um das Verhalten langfristig zu ändern und die Zusammenhänge zwischen Hygiene und Durchfallerkrankungen zu erkennen. Familien lernen, wie wichtig es ist, sich regelmäßig die Hände zu waschen oder Wasser abzukochen. In den Gemeinden werden Latrinen und Brunnen gebaut, damit die Familien Zugang zu sauberem Wasser erhalten.

Im vergangenen Finanzjahr nahmen in Kambodscha 51 Dörfer an Plans Hygieneprogrammen teil, in denen insgesamt 1.340 Toiletten gebaut wurden. An den Schulungen zum Thema Hygiene beteiligten sich 1.349 Erwachsene und 1.226 Kinder.

Tiefe Brunnen statt offene Wasserquellen
Viele offene Wasserquellen sind verschmutzt und nicht ausreichend gesichert. In den Provinzen Kampong Cham und Siem Reap wurden Gemeindebrunnen für 2.852 Familien errichtet. Diese müssen tief gebohrt sein, um zu sauberem Grundwasser zu reichen und die Ränder sicher und fest gebaut, damit niemand hineinstürzt. Gemauerte Befestigungen sind für die Sicherheit von Menschen unabdingbar, aber auch dass Tiere in Wasserstellen stürzen und verenden, muss verhindert werden, damit die Wasserquelle nicht verunreinigt wird.

Sauberes Wasser für Schüler
Wasser und Hygiene ist auch in Schulen ein großes Thema. Allein im Finanzjahr 2010 wurden 16 Schulen mit sauberem Wasser versorgt, also 6.194 Schüler und 121 Lehrkräfte. An 33 Schulen und 81 Vorschulen wurden Wasserfilter verteilt – für über 10.000 Kinder. 

Die Mitglieder von Wasser-Komitees informierten sich zudem über Kinderrechte und Organisationsmanagement, auf zahlreichen Veranstaltungen in Gemeinden gaben sie ihr Wissen weiter.

Auszeichnung und Erfolge für Plan Kambodscha
Plans Ansatz der "community-led total sanitation" setzt darauf, die Gemeinden anzuleiten, Maßnahmen im Bereich Wasser, Hygiene und Sanitär selbst zu steuern. Ziel ist, dass die Bewohner dauerhaft ihr Hygieneverhalten ändern. Eine Evaluierung der Programmschwerpunkte zeigte, dass Plans Arbeit nachhaltig zur Reduzierung der Durchfallerkrankungen beiträgt.

Plan Kambodscha wurde von Kambodschas Ministerium für ländliche Entwicklung für dieses Selbsthilfeprogramm ausgezeichnet. Außerdem arbeitete Plan an der nationalen Strategie zu Wasserversorgung und Hygiene für 2011 mit.

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