07.05.2010

Niger

Warnung vor Hungersnot

Das westafrikanische Land steht vor einer erneuten Hungerkrise. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist betroffen. Schlechte Ernten infolge ausbleibender Regen führen zu extremer Nahrungsmittelknappheit, etwa 1,5 Millionen Kindern in Niger droht Unterernährung. Plan hat in seinen Programmgebieten Tillarberi und Dosso Sofortmaßnahmen eingeleitet.

Ein Rennen gegen die Zeit
Laut UNO sind über 7,8 Millionen Nigrer - mehr als die Hälfte der Bevölkerung - von einer neuen Hungersnot betroffen. Aufgrund der ausbleibenden Regenfälle in Niger ist mit Missernten und extremer Nahrungsmittel-knappheit zu rechnen. Die Monate Juni und Juli werden als besonders kritisch eingestuft.  Nach Angaben der Regierung sind die Distrikte Tillarberi und Quallam besonders schwer betroffen. 

 

Plan im Einsatz
Die Regierung in Niger und das Welter-nährungs­programm der UNO haben Plan Niger als Partner für die Verteilung von Nahrungs-mitteln gewählt. Plan wird mithilfe von lokalen Nichtregierungsorganisationen 1.000 Tonnen Nahrungsmittel an etwa 73.000 extrem gefährdete Personen in 118 Gemeinden seines Programmgebietes Tillaberi ausgeben. Zusätzlich hat Plan International 200.000 US-Dollar aus seinem Nothilfe-Fonds bereitgestellt. Allerdings sind weitere Spenden nötig.

 

Spenden fließen langsam
Anfang April bat die neue nigrische Regierung die Internationale Gemeinschaft um Hilfe. Bis jetzt hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen nur ein Drittel der benötigten Spenden erhalten. Dies könnte eine rechtzeitige Versorgung der Bevölkerung mit ausreichenden Nahrungsmitteln verzögern.

 

Kinder und gefährdete Personen zuerst
Zusatznahrung und Nahrungsmittel wird Plan in der ersten Phase hauptsächlich an extrem gefährdete Gruppen verteilen. Dazu gehören Kinder unter fünf Jahren, Schwangere und stillende Mütter. Die durchschnittlich siebenköpfigen Familien erhalten etwa 100 Kilogramm Getreide, das hauptsächlich aus Sorghum, aber auch aus Hirse und Reis besteht.

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