Guinea
Verbesserung der Schulen in Guinea
Kinder müssen ihr Potenzial entfalten können und Zugang zu Bildung erhalten. Doch trotz Schulpflicht und kostenloser Schulen werden viele Kinder nicht eingeschult. Mit einem Plan Projekt soll die schulische Infrastruktur im ländlichen Guinea nun verbessert werden.Große Veränderungen stehen an: 117 neue, sichere Brunnen mit Handpumpen, 130 neue Schullatrinen für Mädchen und Jungen sowie 400 mit Schulmöbeln ausgestattete Klassenräume. Durch den Ausbau und die Stärkung der schulischen Infrastruktur in den ländlichen Gebieten Kissidougou, Guéckédou, Macenta, N'Zérékoré, Yomou, Lola and Beyla soll der Zugang für Kinder zu Schulen und Vorschulen vereinfacht und gewährleistet werden.
Viele Mädchen und Jungen aus ländlichen Regionen Guineas erhalten keine schulische Grundausbildung. Es mangelt an Schulgebäuden, ausgebildetem Lehrpersonal und Lehrmaterialien. Nur knapp ein Drittel der Schüler beendet die sechste Klasse. Besonders Mädchen sind benachteiligt, weil sie im Haushalt helfen müssen und ihrer Bildung kaum Wert beigemessen wird. Aber auch Jungen können oft aufgrund der Armut der Eltern nicht zur Schule gehen. Die Alphabetisierungsrate unter den 15 – 24-Jährigen liegt heute bei 59 Prozent bei den Jungen und 34 Prozent bei den Mädchen. Auch viele der Erwachsenen können nicht lesen und schreiben.
Verbesserung der Bildungschancen = Verbesserung der Gemeinden
"Kinder müssen als soziale, politische und ökonomische Akteure, die ihre Rechte aktiv einfordern, erkannt und beteiligt werden. Demzufolge spielen sie eine Schlüsselrolle bei der Veränderung der Welt", sagt Akoy Beavogui von Plan Guinea.
Plan stärkt mit seinen Projekten in Guinea die Bildungssituation für Kinder. Dazu gehören verschiedene Aspekte, die sowohl quantitative, aber vor allem auch qualitative Fortschritte der Bildungsangebote umfassen. Abgesehen von der Aus- und Fortbildung von Lehrern müssen auch die Schulen eine akzeptable Lernumgebung für Mädchen und Jungen bieten.
Projektarbeit ist Teamarbeit
Damit Projekte erfolgreich sind, bindet Plan immer die Gemeinden in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse mit ein. Die Gemeindemitglieder sind sowohl an der Entstehung beteiligt, aber auch an der Durchführung, etwa in dem sie mit Arbeitskraft oder Baustoffen ihren Teil beisteuern. Auch die Überwachung der Projektfortschritte wird von Plan und den Gemeindemitgliedern gemeinschaftlich durchgeführt. Nur, wenn sie es zu ihrem Projekt machen, das sie mit strategischer und finanzieller Unterstützung von Plan durchführen, kann es Erfolg haben.
Für dieses Projekt arbeitet Plan in Guinea auch mit anderen Organisationen und der Weltbank zusammen.




