22.02.2011

Kolumbien

Um 20 Jahre zurückgeworfen

Es ist die größte Überschwemmung in der Geschichte des Landes. Tausende Kolumbianer benötigen dringend Nahrung und Unterkunft. Das Land wird in seiner Entwicklung stark zurückgeworfen. Plan leistet Nothilfe und richtet geschützte Bereiche für Kinder ein.

Die Monate Januar und Februar gehören normalerweise zu den trockensten Monaten des Jahres in Kolumbien und die Regensaisons liegen zwischen März und Juni sowie September und November. Durch ein Wetterphänomen, das nur alle paar Jahre auftritt, hält der Regen bereits acht Monate an und wird voraussichtlich in die nächste reguläre Regenzeit im März übergehen. 28 Provinzen in Kolumbien sind unter Wasser gesetzt und 2,23 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen, darunter auch die Bewohner von Gebieten, in denen Plan aktiv ist: Cartagena-Bolívar, Cauca-Valle, Choco Tumaco Nariño sowie der Hauptstadt Bogotá.

Bei der Flut handelt es sich um die heftigste der Landesgeschichte. Gabriela Bucher, Plan Kolumbiens Länderdirektorin: "In Kolumbien sind wir an Überschwemmungen gewöhnt, aber es hat niemals so lange angehalten oder einen dermaßen kritischen Punkt erreicht. Wir tun alles, damit 16.000 Menschen, auch Kinder, genug Nahrung zum Überleben bekommen."

Zerstörte Existenzen
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden 1.324.000 Hektar Anbaufläche zerstört. Diese und weitere Schäden belaufen sich Schätzungen zufolge auf über fünf Milliarden US-Dollar. Ein heftiger Rückschlag für das Land. "Einige Familien haben alles verloren, viele Ernten sind vernichtet. Einige Teile des Landes sind um 15 bis 20 Jahre zurückgeworfen. Über 328.000 Häuser wurden beschädigt und mindestens 5.000 komplett zerstört", berichtet Gabriela Bucher.

Umfassendes Hilfsprogramm
Plan Kolumbien sichert seit Beginn der Flut eine Erstversorgung. In drei Bezirken der Provinz Bolívar werden so rund 3.000 Familien mit dem Nötigsten ausgestattet. "Die Menschen brauchen einen Ort, an dem sie geschützt und sicher bleiben können, und ganz praktische Sachen des Grundbedarfs wie Matratzen, Decken, Moskitonetze, Wasseraufbereitungstabletten und Küchenutensilien", erklärt Garbiela Bucher.

Während diese Nothilfegüter an die Familien verteilt werden, stellt Plan auch sicher, dass die Kinder, die von der Flut betroffen sind, vor Missbrauch jeglicher Art geschützt werden. Gabriela Bucher betont, dass auch in dieser Notsituation der Schutz der Kinder für Plan Priorität hat: "Wir richten kinderfreundliche Schutzzonen ein, wo die Kinder spielen können und über die Themen sprechen, die sie beschäftigen."

Plans Nothilfe-Fonds
Mit dem Nothilfe-Fonds finanziert Plan schnell und unbürokratisch Soforthilfe, die unter anderem Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente, Notunterkünfte, eine psychosoziale Betreuung, Schulunterricht und Wiederherstellung der Infrastruktur umfasst. Die Belange der Kinder stehen für Plan dabei im Mittelpunkt.

Spenden Sie bitte für Plans Nothilfe-Fonds:

Plan International Deutschland e.V.
Postbank Hamburg
Konto-Nr. 0001623207
Bankleitzahl 20010020
Stichwort: Nothilfe

Oder spenden Sie online.

Pateninformation
Zurzeit liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

 

 

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