Philippinen, Sri Lanka
Überschwemmungen in Asien
Sri Lanka und die Philippinen leiden unter den Folgen von anhaltendem Regen. Überschwemmungen und Erdrutsche bedrohen in beiden Ländern Tausende Menschen. Plan leistet Soforthilfe und fordert mehr Investitionen für Prävention und Schutz.Starker Monsunregen in den vergangenen Wochen führte im Norden, Osten und Südosten Sri Lankas zu schweren Überschwemmungen. Insgesamt ist über eine Million Sri-Lanker von den Auswirkungen betroffen. Hunderttausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und leben aktuell in Notunterkünften. 450 Schulen wurden hierfür umfunktioniert. Die ersten Familien kehren jetzt, nachdem die Regenfälle langsam abschwächen und die Wasserpegel sinken, in ihre Heimatgemeinden zurück. Rund 26.000 Häuser und 820 Schulen wurden ganz oder teilweise zerstört. Plan prüft derzeit, welche Einsatzmöglichkeiten über die Soforthilfe hinaus bestehen. Die Versorgung von 10.000 Mädchen und Jungen mit Schulmaterialien läuft bereits.
Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente - Elementares auf den Philippinen
Anhaltender Regen seit Ende Dezember führte auch auf den Philippinen zu schweren Überschwemmungen. Plan verteilte in einer ersten Runde Nahrungsmittel und Trinkwasserfilter an über 13.000 Familien, die von den Fluten aus ihren Häusern vertrieben wurden. 1.580.000 Menschen sind im südostasiatischen Inselstaat, darunter auch Bewohner der Plan Programmgebiete East Samar, North Samar und South Leyte, betroffen.
"Wir arbeiten eng mit den lokalen Regierungseinheiten zusammen, damit die Unterstützung schnellstmöglich die Betroffenen erreicht. Ihre dringendsten Bedürfnisse sind Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung, um Krankheiten vorzubeugen", berichtet Plans Länderdirektor auf den Philippinen Michael Diamond.
Mehr in Prävention investieren
Immer wichtiger wird die Prävention im Katastrophenfall. Gemeinden müssen gestärkt und geschult werden, um sich besser vor den Auswirkungen und Folgen von Naturkatastrophen schützen zu können. Michael Diamond, Länderdirektor von Plan Philippinen, hielt kürzlich einen Vortrag bei einer Tagung, an der auch Vertreter von UNISDR, dem Gremium der Vereinten Nationen zur Katastrophenreduzierung beteiligt waren. Seine Themen: Fokus auf die Kinder legen und die Gemeinden mehr einbeziehen in Katastrophenschutz und Klimawandelreduzierung.
"Es gibt soviel mehr, das wir tun können, um auf lokaler Ebene die Auswirkungen von Katastrophen aufzufangen: Von der Teilnahme Aller in Katastrophenschulungen über das Pflanzen von Bäumen [zur Stabilisierung von Gelände] bis hin zu einer Implementierung von Frühwarnsystemen und Notfallplänen."
Zehn-Punkte-Plan
Die aufrüttelnden Worte zeigten Wirkung. Vertreter der örtlichen Regierungen schlossen sich einer Kampagne von UNISDR an, die von den Gemeinden mehr Verantwortung fordert. Die weltweite Kampagne beinhaltet einen Zehn-Punkte-Plan zur Reduzierung des Katastrophenrisikos. Dazu gehören größere Investitionen in Prävention, Schulungen, Frühwarnsysteme und der Schutz der Ökosysteme, damit Fluten und Stürme besser abgefangen werden können und weniger Schaden anrichten.
Michael Diamond von Plan lobt die Initiative ausdrücklich: "Diese Investitionen sind gut angelegt. Sie sind nicht nur eine Sicherheit für die Menschen jetzt, sondern garantieren auch eine bessere Zukunft für die kommende Generation."
Katastrophenprävention mit Plan
Plan International setzt ebenfalls auf diese Maßnahmen. Frühwarnsysteme werden eingerichtet, in Schulungen lernen Bewohner der kritischen Gegenden, wie sie sich im Notfall am Besten verhalten. Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Baltz Tribunalo, Plan-Programmberater für Katastrophen-Management auf den Philippinen; und über ein Projekt zum nachhaltigen Katastrophenschutz, das Plan mit dem Auswärtigen Amt auf den Camotes-Inseln realisiert.
Pateninformation
Zurzeit liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt von den Überschwemmungen in Sri Lanka und den Philippinen betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.




