31.10.2007

Haiti, Dominikanische Republik

Tropensturm "Noel" zieht über Karibikstaaten hinweg

Schwere Regenfälle des Tropensturms "Noel" haben Verwüstungen in der Dominikanischen Republik und Haiti angerichtet. Häuser, Straßen und Brücken wurden durch Überschwemmungen und Schlammlawinen zerstört. Plan steht in engem Kontakt mit örtlichen Behörden und nationalem Katastrophenschutz, um Soforthilfe zu leisten.

Der Tropensturm "Noel" hat die Dominikanische Republik schwer getroffen. Anhaltende Regenfälle führten dazu, dass zahlreiche Flüsse über die Ufer stiegen und niedrig gelegene Landstriche überschwemmten. 36 Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Straßen und Brücken wurden durch Schlammlawinen und Erdrutsche beschädigt. Mindestens 16 Menschen kamen ums Leben. Insgesamt mussten nach Behördenangaben mehr als 11.000 Menschen evakuiert werden. Die Regierung rief für 27 Provinzen den Notstand aus.

 

Auch Plan-Programmgebiete wurden von dem Sturm in Mitleidenschaft gezogen. Zurzeit liegen der Organisation jedoch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Es liegen auch keine Vermisstenmeldungen vor. Sollten andere Nachrichten bei Plan eingehen, werden die Patinnen und Paten informiert. Die Hilfsorganisation führt derzeit eine Bestandsaufnahme der Schäden durch und steht in engem Kontakt zum nationalen Katastrophenschutz, um Soforthilfe und Wiederaufbau zu gewährleisten.

 

Norden Haiti besonders betroffen
Auch in Haiti richtete "Noel" große Schäden an. Plan-Programmgebiete waren hier  nicht betroffen. Die Regenfälle zerstörten zahlreiche Häuser im Norden des Landes, viele Menschen gelten noch als vermisst. Haiti, das ärmste Land Lateinamerikas, leidet vor allem darunter, dass 90 Prozent seiner Wälder abgeholzt sind und starke Regenfälle folglich schnell zu Bodenerosion und Überschwemmungen führen.