18.02.2008

Bolivien

Überflutungen im ganzen Land

Weitgehend unbemerkt von der öffentlichen Aufmerksamkeit hat Bolivien seit mehr als drei Wochen mit schweren Überschwemmungen zu kämpfen, von denen fast 59.000 Familien betroffen sind. Plan bittet um Spenden für die Betroffenen.

In der östlich gelegenen Provinz Santa Cruz sind die Flüsse Grande und Piraí über die Ufer getreten und haben große Teile Ackerland unter Wasser gesetzt sowie viele Wohnhäuser zerstört. Mehr als 18.000 Familien sind betroffen, 5.500 Menschen mussten in Notunterkünfte gebracht werden.


In der nördlichen Provinz Beni sind über 12.000 Menschen betroffen. Über 4.000 Familien mussten in Sicherheit gebracht werden. Das Straßennetz der Provinz wurde schwer beschädigt. 30.000 Hektar Ernten wurden zerstört, zahlreiches Nutzvieh ertrank in den Fluten. Sollten die Regenfälle weiter anhalten, müssen rund 40.000 Einwohner der tief gelegenen Städte Trinidad und Ana de Yacuma evakuiert werden.


Auch in Cochabamba sowie den tiefer gelegenen Regionen der Provinz La Paz sind insgesamt fast 15.000 Familien betroffen. Zahlreiche Straßen wurden zerstört, Ernten vernichtet. Die Hauptstadt La Paz hat zudem mit verschmutztem Trinkwasser zu kämpfen, da aufgrund der anhaltenden Regenfälle die Wasserleitungen beschädigt wurden.


Plan-Programmgebiete

In den Plan-Programmgebieten sind insgesamt 2.500 Familien betroffen, die meisten davon in der Provinz Santa Cruz. Bislang ist es dort jedoch zu keinen Todesfällen gekommen. Plan Bolivien steht in engem Kontakt mit dem nationalen Katastrophenschutz und anderen Hilfsorganisationen.


Die Regenfälle, die Ende November begannen, sollen nach Angaben von Meteorologen noch bis März anhalten. Ausgelöst wurden sie durch das Klimaphänomen "La Niña". Im Gegensatz zu "El Niño", bei dem sich das Oberflächenwasser im Pazifik erwärmt, bewirkt "La Niña" eine Abkühlung der Wassermassen. Diese verstärkt die jeweilige Wettersituation und bringt Bolivien wie auch anderen Hochandenländern derzeit vermehrt Regen.


Bitte um Spenden

Plan hat ein Spendenkonto für die Hilfe in den betroffenen Gebieten eingerichtet und bittet um Unterstützung. Spenden Sie jetzt online. Bei Mehreinnahmen werden die Spenden für andere dringende Plan-Projekte verwendet.
 

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