Deutschland
Stiftungs-Projekt gegen Schulgewalt
Auf dem 3. Hamburger Stiftungstag präsentierten sich 100 Stiftungen der Öffentlichkeit. Mit dabei: die "Stiftung Hilfe mit Plan", die über ihre Arbeit und aktuelle Projekte informierte.
Unter dem Motto "Stiftungen bewegen die Stadt" fand am 5. Juni der 3. Hamburger Stiftungstag in der Handelskammer statt. Vorträge und Workshops sowie ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm moderiert von Catarina Felixmüller, NDR 90,3, gaben einen interessanten Einblick in die Stiftungswelt und das bürgerschaftliche Engagement der Hansestadt.
Wie sinnvoll die Projekte der "Stiftung Hilfe mit Plan" sind, verdeutlichten die Schülerinnen Florine und Natascha von der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg. Auf der Bühne der Handelskammer berichteten sie über ihre Erfahrungen mit dem Projekt "Lernen ohne Angst - Aktiv gegen Gewalt an Schulen", das Plan mit dem Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation (ikm) in Hamburg und Schleswig-Holstein realisiert.
Sensibilisierung der Schüler
Je drei Klassen in drei verschiedenen Schulen beschäftigen sich intensiv mit dem Thema Gewaltprävention. Mithilfe eines von Plan entwickelten Handbuchs erstellten sie einen Aktionsplan, der die Gewalt an ihren Schulen verhindern soll. Das Projekt startete im Februar 2010 mit einer intensiven Sensibilisierung der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte über Formen von Gewalt und Diskriminierung. Parallel dazu fanden Informationsveranstaltungen für Eltern statt.
Im nächsten Schritt analysierten die Jugendlichen die Gewaltsituation an ihrer Schule. Mit professioneller Unterstützung des ikm entwickelten die Schülerinnen und Schüler Fragebögen, die sie mit den Klassen in Kleingruppen bearbeiteten. Vor dem Ausfüllen stimmten die Schüler ihre Altersgenossen mit einer kurzen Übung auf das Thema ein.
Aktionsplan gegen Gewalt
Für die Auswertung der Fragebögen wurden zum Teil die Computer-AGs der Schulen eingespannt. Eine Schülergruppe beobachtete zudem die Situation auf dem Schulhof und in den Pausenräumen. Sie stellte Ziele und Hypothesen auf, die ebenfalls in den Aktionsplan einflossen. Wiederum andere Jugendliche überprüften die Funktionalität bereits bestehender Maßnahmen an ihrer Schule.
Auf der Basis dieser Analysen entwarfen die Projektteilnehmer einen Aktionsplan gegen die Gewalt an ihren Schulen, den sie nun im Juni ihrer Schulleitung vorstellen. Danach wird der endgültige Aktionsplan der gesamten Schule bei einer Abschlussfeier präsentiert und im kommenden Schuljahr umgesetzt.
Stiftung Hilfe mit Plan
Das von der "Stiftung Hilfe mit Plan" finanzierte Projekt zur Gewaltprävention begeistert die Schülerinnen und Schüler. Ein Jugendlicher erklärt: "Unser Projekt ist so gut, weil man die Schüler mit Themen anspricht, die sie auch persönlich betroffen machen und betreffen. Was ein Fremder sonst vor der Klasse allgemein zum Thema Gewaltprävention labert, interessiert doch niemanden!"
Auch Florine und Natascha überzeugten das Publikum in der Handelskammer Hamburg mit ihrem Erfahrungsbericht: Es lohnt sich, die "Stiftung Hilfe mit Plan" zu unterstützen.




