Simbabwe
Simbabwe - Schlusslicht in der Entwicklung
Jährlich geben die Vereinten Nationen einen Index der Entwicklung der Weltbevölkerung heraus. Der aktuelle Bericht weist Simbabwe als das Land mit der schlechtesten Quote aus. Plan sorgt für Verbesserung.Seit 1990 wird der Human Development Index (HDI) der Vereinten Nationen jährlich herausgegeben. Er berechnet auf Grundlage von Kaufkraft, Lebenserwartung, Alphabetisierungs- und Einschulungsrate einen Wert, der die Länder in Kategorien von hohem bis niedrigem Entwicklungsstand einteilt. Der Index berücksichtigt gezielt andere Indikatoren als Vergleiche, die lediglich auf dem Bruttoinlandsprodukt basieren und bezieht die Bedürfnisse der Menschen und Aspekte der Entwicklung mit ein. In dem vergangene Woche veröffentlichten Index 2010 bildet Simbabwe das Schlusslicht (Norwegen ist Spitzenreiter, Deutschland belegt Platz 10).
Lage in Simbabwe
Die wirtschaftliche Lage in Simbabwe ist schwierig, die Inflationsrate erreichte vor zwei Jahren 230 Millionen Prozent! Der Währungsverfall war nicht aufzuhalten. Simbabwe ist eigentlich reich an Bodenschätzen, wie Gold, Platin und Eisenerz, aber der Zerfall der Währung machte sich auch in der Minenindustrie bemerkbar. Ein Großteil der simbabwischen Bevölkerung lebt in Armut, ungefähr die Hälfte ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Dürreperioden verstärkten in den letzten Jahren zusätzlich den Einbruch des landwirtschaftlichen Sektors.
Die Lebenserwartung der Menschen liegt bei 47 Jahren, die Mütter- und Kindersterblichkeit ist hoch, ebenso die Infektionsrate mit HIV. Das staatliche Gesundheitssystem ist überfordert, Medikamente sind knapp.
Fünf Schwerpunkte für Simbabwe
Plan konzentriert sich in Simbabwe auf fünf Bereiche: Förderung der Gesundheit von Müttern und Kindern, Kinderrechte, Schulbildung, HIV-Prävention, und Sicherung der Nahrungsmittelproduktion und Einkommenssteigerung. Eines der Projekte, das in diesem Rahmen realisiert wird, sind Berufsausbildungen für Jugendliche und junge Erwachsene im Ausbildungszentrum Nyanyadzi.
Berufliche Perspektiven machen Hoffnung
Plan Simbabwes Länderdirektorin Else Kragholm berichtet von der Abwanderung vieler junger Menschen, die im Ausland bessere Chancen für ihre Zukunft sehen. Für Simbabwe und seine Bevölkerung ist es jedoch wichtig, Berufsperspektiven im eigenen Land zu entwickeln.
Gerade feierten 200 Jugendliche im Plan-Ausbildungszentrum Nyanyadzi ihre Abschlüsse, beispielsweise als Zimmermann oder Schneider. 31 der Absolventen, 17 Mädchen und 14 Jungen, wurden von Plan unterstützt, damit sie ihre Ausbildung dort machen konnten. Plan bietet damit jungen Menschen in Simbabwe die Möglichkeit, einen qualifizierten Beruf zu ergreifen.
Auch Amicable Hokoza gehört zu den von Plan unterstützen Absolventen und ist begeistert: "Ich habe nicht gewusst, dass ich ein Talent für das Nähen von Kleidung besitze. Ich danke Plan für die Entdeckung meines Potenzials. Ich will nun ein Praktikum bei einer Kleidungs-Textilfabrik machen und danach studieren, um ein staatliches Diplom zu erhalten. Mein Wunsch ist es, irgendwann einmal selbstständig zu sein."




