04.12.2009

El Salvador

Schwere Zeit nach dem Hurrikan

Wirbelsturm "Ida" sorgte mit starken Niederschlägen für große Schäden in dem zentralamerikanischen Land. Überschwemmungen und Erdrutsche kosteten 200 Menschen das Leben, mehr als 15.000 Personen verloren ihr Zuhause. Ein Film dokumentiert Plans Nothilfe und den Einsatz seiner Jugendkomitees.


Anfang November verursachte Wirbelsturm "Ida" in El Salvador heftige Überflutungen. Ganze Dörfer wurden unter Schlammlawinen begraben. Innerhalb weniger Stunden war die Lebensgrundlage von mehr als 15.000 Menschen zerstört. In der Hauptstadt San Salvador und den Provinzen San Vicente, La Libertad, La Paz und Cuscatlán sind rund 100.000 Personen von den Zerstörungen betroffen.

 

Hilfe von Plan
Gemeinsam mit dem Zivilschutz des Landes versorgte Plan die obdachlosen Familien in den Programmgebieten La Libertad und San Salvador mit Hilfsgütern und Medikamenten. Die vielen traumatisierten Kinder und Erwachsenen wurden umgehend medizinisch und psycho-sozial betreut. Nun engagiert sich Plan im Wiederaufbau.

 

Katastrophenvorsorge
El Salvador wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Um die Bewohner der Partnergemeinden vor Erdbeben und Wirbelstürmen zu schützen und ihre nachhaltige Entwicklung zu sichern, führt Plan im Rahmen des Wiederaufbaus Schulungen zur Katastrophenvorsorge durch. So sind die Menschen in gefährdeten Gebieten besser auf den Notfall vorbereitet.

 

Einsatz der Jugend
Wie erfolgreich die Katastrophenprävention bei Kindern und Jugendlichen ist, bewiesen die Jugendkomitees von Plan. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Kinderhilfswerks haben die Mädchen und Jungen in den Partnergemeinden Frühwarnsysteme entwickelt. So beobachten sie die Wetteränderungen und Wasserstände der Flüsse ganz genau. Als sich mit Hurrikan "Ida" die Situation zuspitzte, sorgten sie für eine schnelle Evakuierung und leisteten Erste Hilfe noch bevor Rettungskräfte ihre Dörfer erreichten.

 

Viele Leben gerettet
Zahlreiche Menschenleben konnten dank des Einsatzes der Kinder und Jugendlichen in den Partnergemeinden gerettet werden. Jackeline (14), Mitglied des Plan-Jugendkomitees in Cerco de Piedra, erlebte, wie schwer es vielen Menschen fiel, ihr Zuhause zu verlassen. Doch sie war gut vorbereitet und wusste die Erwachsenen zu überzeugen: "Unser Leben ist wichtig! Alle Dinge können wieder ersetzen, Ihr Leben nicht!"

 

Ein Film auf YouTube (4:58 min, OmU) zeigt das Ausmaß der Katastrophe und den Einsatz von Plan in El Salvador.

 

Nahrung ist knapp
Nach dem Sturm bedroht die Menschen in dem kleinsten zentralamerikanischen Land ein Nahrungsmittelengpass. Unzählige Nutztiere wurden durch das Unwetter getötet, Ernten vernichtet. Und da der Boden in vielen Regionen sehr nass war, verzögerte sich der Anbau von Bohnen, Kaffee und weiteren Nutzplanzen. Einkünfte aus dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte entfallen.

 

Nothilfe-Fonds ermöglicht Hilfe
Um in Fällen wie diesen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat Plan einen Nothilfe-Fonds eingerichtet. Sie können online dafür spenden.
 

Zurzeit liegen uns keine Informationen vor, dass Patenkinder oder ihre Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

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