Simbabwe
Schulunterricht kommt wieder in Gang
Die Regierung Simbabwes bezahlt die Lehrer mit Gutscheinen in US-Dollar, so findet der Unterricht im Land wieder statt. Gleichzeitig wurden jedoch Schulgebühren eingeführt. Nur der Unterricht an ländlichen Grundschulen ist frei. Plan berät, wie die sozialen Folgen dieser Gebühren abgemildert werden können.Hintergrund für die Erhebung von Schulgebühren ist ein seit Monaten anhaltender Streik der Lehrer. Sie hatten aufgrund der schlechten Wirtschaftslage seit langem schon keine Gehälter mehr von der Regierung erhalten. Die Regierung hat nun begonnen, Lehrern als Entgelt monatliche Gutscheine im Wert von 100 US-Dollar zu zahlen und damit zahlreiche Lehrer in die Schulen zurückgeholt.
Für weiterführende Schulen sowie städtische Schulen müssen Eltern künftig pro Halbjahr zwischen 20 und 150 US-Dollar bezahlen. Da diese Kosten für viele Eltern unerschwinglich sind, geht Plan davon aus, dass sich die Zahl der Schulabbrecher erhöhen wird. Zudem wird mit einen Ansturm auf die kostenfreien ländlichen Grundschulen gerechnet. Bisher vergibt Plan Stipendien an 7.000 Mädchen und Jungen, die weiterführende Schulen besuchen. Nun berät Plan Simbabwe, wie die Folgen der Erhebung von Schulgebühren für Familien und ihre Kinder abgemildert werden können.
Über das Gutscheinsystem will die Regierung auch das Krankenhauspersonal sowie Universitätsprofessoren an ihre Arbeitsplätze zurückholen, die ebenfalls keine Gehälter mehr erhalten hatten.
Nachdem die Hyperinflation im Land außer Kontrolle geraten war, gab die Regierung Simbabwes die lokale Währung vor kurzem frei. Sie führte neben dem US-Dollar den südafrikanischen Rand sowie weitere ausländische Währungen als offizielle Zahlungsmittel ein.



