31.08.2011

Südsudan

Schulessen für Rückkehrer

Im Südsudan trifft die Hungersnot besonders die Rückkehrer hart. Sie lebten jahrelang im Ausland. Zur Neugründung des Südsudans kehren sie in ihre Heimat zurück, aber eine Existenz konnten sie sich dort noch nicht aufbauen. An Schulen verteilt Plan zusätzliche Nahrungsmittel an Kinder und Jugendliche.

In der Abara Boma Gemeinde in Magwi im Südsudan leben viele Südsudanesen, die aus Flüchtlingscamps aus Norduganda zurückgekehrt sind, um sich in ihrer Heimat ein neues Leben aufzubauen. Die Gemeinde leidet stark unter der Dürre in Ostafrika. Zusammen mit dem World Food Program verteilt Plan Nahrungsmittel und warme Mahlzeiten an Kinder in Schulen. Diese wären eigentlich wegen der Ferien geschlossen. Um den Kindern einen geschützten Ort zu bieten, wo sie Mahlzeiten - häufig die einzige am Tag - bekommen, öffnen die Schulen dennoch ihre Türen.

Der 13-jährige James besucht die siebte Klasse der Schule in Abara Boma, von seinen Klassenkameraden wurde er zum Schulsprecher gewählt. Er berichtet von der aktuellen Situation in seinem Dorf. "Ich möchte mal Landwirtschaftsminister werden. Dann gäbe es große Farmen für Getreide. Ich möchte Arbeitsstellen schaffen. Aber jetzt gerade erlebt meine Gemeinde diese Dürre. Ich mache mir Sorgen um meine Freunde aus der Schule."

Im vergangenen Jahr hat die Schule in Abara Nahrungsmittelhilfen bekommen, vor allem Sorghum, Bohnen und Öl, Gemeindemitglieder haben sich freiwillig gemeldet, um für die Schülerinnen und Schüler zu kochen. Auch der Schulleiter Michael Okia weiß, dass er die Nahrungsmittelausgabe ausweiten muss, um dem Hunger der Kinder zu begegnen. "Wir haben 1.200 eingeschriebene Schüler zurzeit", berichtet der Schulleiter Michael Okia, "Dazu kommen die Kinder, die das Schulalter noch nicht erreicht haben, sie kommen, um hier Essen zu bekommen. Sie kommen in erster Linie wegen der Nahrungsmittel."

Auch die 15-jährige Jennifer ist mit ihrer Familie aus den Flüchtlingscamps zurückgekehrt. "Als ich im Camp war, habe ich meine Eltern oft sagen gehört, dass es besser sei, zurück zu gehen. Ich wusste gar nicht, dass wir ein anderes Zuhause haben. Aber jetzt bin ich sehr froh darüber." Auch sie erhält zusätzliche Nahrung in der Schule. "Um gut lernen zu können, muss der Magen voll sein, damit der Kopf frei ist. Wenn der Magen sich beschwert, kann der Kopf nicht denken."

Plans Hilfe im Südsudan
In Zusammenarbeit mit dem World Food Program unterstützt Plan Schulen im Südsudan bei der Ausgabe von Schulessen. Die Schulen können die wachsende Zahl der hungrigen Kinder nicht mehr allein bewältigen und sind auf diese Unterstützung angewiesen, damit auch während der Ferienzeiten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Geschwister Essen erhalten.

Zusätzlich wird Plan im September auch mit der Übergangshilfe beginnen. Zum Beispiel in Eastern Equatoria: Hier werden rund 1.000 Gemeinden und Schulen mit Saatgut und Arbeitswerkzeugen versorgen, damit unterschiedliche Pflanzen für die kommende Erntezeit angebaut werden können. In allen Distrikten werden die Schulspeisungsprogramme aufgestockt. Zur besseren Wasserversorgung werden Handpumpen installiert, die auch an tiefes Grundwasser reichen.

Bislang konnten 100.227 Menschen im Südsudan mit der Nothilfe, Schulspeisungen und Aufklärungskampagnen zu Wasser und Hygiene erreicht werden.

Jede Spende rettet Leben!
Plan engagiert sich seit Jahren in Äthiopien und Kenia sehr erfolgreich mit Entwicklungsprogrammen, Südsudan ist das jüngste Partnerland des Kinderhilfswerks. In den drei Nationen bestehen enge Kontakte zu lokalen Organisationen und Behörden, was die Hilfseinsätze entscheidend erleichtert.

 

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:
 

Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0001623207
Postbank, BLZ 200 100 20
Stichwort: "
Dürre Ostafrika

 
Oder spenden Sie ganz einfach online.*

 

Natürlich können Sie auch durch die Übernahme einer Patenschaft in Südsudan, Kenia oder Äthiopien die Lebensumstände von Kindern in den betroffenen Gebieten der Hungersnot verbessern helfen.

  
Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

 

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.

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