28.09.2010

Benin

Sauberes Wasser – bessere Leben

Das westafrikanische Land Benin hat eine der höchsten Kinder-Sterblichkeitsraten weltweit. Ursächlich sind meist Magen-Darm-Infekte. In der Region Koudanouakou hat Plan den Aufbau von Wasser-Entnahmestellen unterstützt. Dies verbessert die hygienische Situation und die Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Die Mittel zur Verbesserung der Lebensbedingungen sind oft einfach: Mit Pedalkraft fördern die Bewohner des Dorfes Boukombé neuerdings ihr Trinkwasser.

 

Die moderne Pumpe wurde mit Hilfe von Plan sowie finanzieller Unterstützung der Europäischen Union (EU) realisiert. Die Aktivitäten finden statt im Rahmen eines Projekts, das insgesamt den Zugang zu Trinkwasser in Afrika erleichtern soll. Allein im Nordwesten Benins werden mit dem einen Brunnen 178 Einwohner erreicht.

 

Brunnen mit vielen Vorteilen
Vor dem Projektstart kam das Wasser aus dem Fluss. Doch dieser ist nicht sauber und das Wasser nicht zum Trinken geeignet. Vor allem Frauen waren damit beschäftigt, die Ressource mit Eimern in die Gemeinde zu bringen. Der neue Pedal-Brunnen bietet den Menschen aus Koudanouakou zahlreiche Vorteile.

 

Die neue Anlage liefert vor allem saubereres Wasser, womit die Übertragung von Krankheiten – etwa Durchfällen – seltener geworden ist. In den Gesundheitszentren werden insgesamt weniger Besuche registriert. Das hilft den Menschen, Geld zu sparen, beispielsweise für die Anschaffung von Saatgut oder Schulmaterialien. Der Pedal-Brunnen spart zudem Zeit, die die Frauen nun dafür aufwenden können, eigene Geschäftszweige aufzubauen.

 

Kulinarische Verbesserungen
Madeleine lebt in Koudanouakou und berichtet über die Veränderungen: "Unsere Grundnahrungsmittel sind besser geworden. Der Teig aus Mais, Hirse oder Fonio (Anmerk.: eine Art Getreide) hat sich deutlich verbessert, seit wir trinkbares Wasser verwenden. Wir wussten nicht, dass Maisteig eigentlich weiß zu sein hat; das fanden wir erst mit dem besseren Wasser heraus."

 

 

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