International
Raus aus der globalen Bildungsmisere
Unter dem Motto "Erzähle uns eine Geschichte – Bildung für Mädchen und Frauen weltweit" veranstalteten Plan und die GEW im Hamburger Curio-Haus eine Matinee. Schülerinnen und Schüler aus Hamburg waren aktiv an den Darbietungen beteiligt.Zur Schule gehen und einen Beruf erlernen – davon können viele Mädchen in Entwicklungsländern nur träumen: Von weltweit 69 Millionen Kindern, die keine Schule besuchen können, sind 54 Prozent Mädchen.
Die Globale Bildungskampagne appelliert an die Bundesregierung, die Lernchancen von Mädchen in Entwicklungsländern zu verbessern. Unter dem Motto "Erzähle uns eine Geschichte – Bildung für Mädchen und Frauen weltweit" macht das Bündnis aus Bildungsgewerkschaften, Entwicklungs- und Kinderrechtsorganisationen bis Ende Mai auf die desolate Bildungssituation von Mädchen weltweit aufmerksam. Bundesweit wurden Geschichten von Mädchen und Frauen zum Thema Bildung gesammelt, um sie nach Abschluss der Aktionswochen an die Bundesregierung zu übergeben.
Beteiligung von Schülern und Politikern
An der Aktion beteiligte Schülerinnen und Schüler aus Hamburg hatten nun die Gelegenheit, sich mit Abgeordneten aus Land und Bund über das Thema auszutauschen. Im Rahmen der Aktionswochen veranstalteten das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, den 19. Mai, im Hamburger Curio-Haus eine Matinee.
Gemeinsamer Appell der Bündnispartner
Ulrich Thöne, Vorsitzender der GEW: "Um das Millenniumsziel 'Bildung für Alle' zu erreichen, muss die Bundesregierung ihrem Versprechen von 2000 endlich Taten folgen lassen und jedem Kind bis 2015 einen gebührenfreien Zugang zu Bildung ermöglichen. Das ist nicht nur ein Gebot von Menschenwürde, sondern auch für die Entwicklung eines Landes grundlegend."
"Besonders im Bereich Bildung sind viele Mädchen immer noch extrem benachteiligt", ergänzte Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan Deutschland: "Dabei spielen gerade Mädchen und Frauen eine zentrale Rolle, wenn es um die Überwindung der Armut geht. Sie an Bildung zu beteiligen, ist für die Zukunft aller unabdingbar."
Persönliche Geschichten, die betroffen machen
Zwei der gesammelten Geschichten wurden am Donnerstag von Schülerinnen der Hamburger Klosterschule und der Schauspielerin Sandra Keck vom Ohnsorg-Theater vorgetragen. Im Anschluss an die Veranstaltung ergriffen die Hamburger Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit den Abgeordneten aus Bürgerschaft und Bundestag auzutauschen.




