23.01.2007

Guinea

Projektarbeit trotz Streiks und Unruhen

Im westafrikanischen Guinea sind Unruhen ausgebrochen. Die Bevölkerung protestiert gegen Präsident Conte. Plan setzt seine Projektarbeit mit Einschränkungen fort.

Projektarbeit geht weiter
Seit Anfang Januar legt ein Generalstreik das öffentliche Leben in Guinea lahm. Die Personenbeförderung wurde eingestellt, Banken und Geschäfte geschlossen. Das Plan-Büro in der Hauptstadt Conakry unterbrach zeitweise seine Tätigkeit – die Arbeit in den Programmgebieten im Südosten des Landes lief mit Verzögerung weiter. Aufgerufen zu dem Protest haben Gewerkschaftsführer. Sie werfen Präsident Lansana Conte Unfähigkeit, Willkür und Vetternwirtschaft vor.

Eskalation
Die zweiwöchigen Proteste wurden von der Armee blutig niedergeschlagen; es gab Tote und Dutzende Verletzte. Beteiligte Gewerkschaftsführer wurden verhaftet. Plan Guinea hat sich seit Beginn des Streiks auf eine mögliche Eskalation vorbereitet. Dem Kinderhilfswerk stehen aktuell Material, Proviant und Treibstoffreserven zur Verfügung, so dass die Projekte auch bei andauernden Blockaden weitergeführt werden können, teilte Plan Guinea mit.

Sollten uns konkrete Informationen zu Patenkindern und ihren Familien vorliegen, lassen wir Sie dies umgehend wissen.