23.01.2012

Südsudan

Plan weitet Hilfe in Südsudan aus

Aufgrund der Unruhen zwischen Volksgruppen in Südsudan verstärkt Plan die Nahrungsmittelhilfen in der Region Pibor. Zusammen mit Partner World Food Programme werden darüber weitere 50.000 Menschen erreicht.

Die anhaltenden Kämpfe zwischen Volksgruppen erschweren die ohnehin kritische Versorgungslage der Bevölkerung in Südsudan. Laut Angaben der Vereinten Nationen haben die Gefechte im Jahr 2011 in dem neugegründeten Staat mehr als 63.000 Menschen dazu motiviert, ihre Heimatgemeinden zu verlassen. Allein in Pibor sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen über 32.000 Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, in Jonglei sogar bis zu 120.000. Die Transportwege sind jedoch durch die Gefechte unsicher und gefährlich, einige Gemeinden sogar nur aus der Luft zu versorgen. Somit sind die Nahrungsmittelauslieferungen auch eine große Herausforderung für die Hilfsorganisationen.

Plan leistet aufgrund der Dürre und der daraus resultierenden Hungersnot in Pibor und Akobo im Gebiet Jonglei Sofort- und Übergangshilfe, zum Beispiel für rund 4.500 Kinder an Schulen. Diese Unterstützung wird nun aufgestockt. Die zusätzlichen Nahrungsmittellieferungen von Plan und seinem Partner World Food Programme erreichen weitere 50.000 Menschen in den nächsten drei Monaten. 

"Die Kapazitäten der Hilfsorganisationen waren bereits vor dem Ausbruch der Gewalt stark belastet. Aber Kinder sind in dieser Situation besonders gefährdet und ihre Bedürfnisse müssen oberste Priorität haben", sagt Fikru Abebe, Länderdirektor von Plan Südsudan zur aktuellen Lage in dem ostafrikanischen Land. Plan wird deshalb auch Maßnahmen zur emotionalen Unterstützung und Kinderschutz umsetzen. 

Plan in Südsudan – Nothilfe
Plan unterstützt mit seiner Nothilfe Kinder und Familien in den Bundesstaaten Zentral- und Ost-Äquatoria, Northern Bahr el Ghazal, Lakes und Jonglei. Ein Großteil der Familien gehört Rückkehrergemeinden an oder lebt in Gebieten, deren Ressourcen durch die Aufnahme von Flüchtlingen und Rückkehrern besonders belastet sind. Die humanitäre Hilfe umfasst Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung und landwirtschaftlichen Produktion, Sanitär- und Hygieneprogramme, Nahrungsmittelhilfe, Schulungen zum Thema Kinderschutz und Gewaltprävention sowie die Ausgabe von Schulmahlzeiten und Lehrmaterialien.

Weitere Informationen zur Nothilfe in Äthiopien und Kenia lesen Sie hier.

Jede Spende hilft, Leben zu retten

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika*:

 

Plan International Deutschland e.V.
Konto-Nr. 9444944
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 25120510

Stichwort: Dürre Ostafrika

 
Oder spenden Sie ganz einfach online.*

 

Natürlich können Sie auch durch die Übernahme einer Patenschaft in Südsudan, Kenia oder Äthiopien die Lebensumstände von Kindern in den betroffenen Gebieten der Hungersnot verbessern helfen.

 

Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

 

20 Millionen US-Dollar

Plan International stellt insgesamt 20 Millionen US-Dollar für seine Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan bereit. Zudem hat das Kinderhilfswerk schon vor der Krise Familien in seinen Programmgebieten bei der Produktion von Nahrungsmitteln und bei der Fütterung ihres Viehs unterstützt. Wegen der schweren Dürre hat Plan seine Nothilfe auch auf neue Regionen ausgedehnt, die bisher nicht von der internationalen Hilfe erreicht wurden. 

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.

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