Kolumbien
Plan verstärkt Hilfe für Flutopfer
Ungewöhnlich starke Niederschläge haben 28 Provinzen in Kolumbien unter Wasser gesetzt. 2,23 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Plan versorgt die Flutopfer und verstärkt nun seine Not- und Übergangshilfe in der Provinz Bolívar.Seit acht Monaten regnet es in Kolumbien so viel wie seit 42 Jahren nicht mehr, über 60 Prozent des Landes stehen unter Wasser. Durch die Naturkatastrophe haben bisher 312 Menschen ihr Leben verloren, 64 Personen werden vermisst. Laut Regierung sind 2,23 Millionen Kolumbianer von den Überschwemmungen betroffen, die Schäden belaufen sich auf über fünf Milliarden US-Dollar.
Plan leistet Nothilfe
Mit dem Hochwasser kämpft vor allem die Karibikregion Kolumbiens. Dort sind auch zahlreiche Partnergemeinden von Plan überflutet. Am stärksten betroffen ist das Programmgebiet Cartagena-Bolívar. Plan begann bereits im Juni mit ersten Hilfsmaßnahmen und versorgte bisher über 1.000 Bewohner mehrerer Dörfer mit Nahrungspaketen, Wasser, Kochutensilien und Hygieneartikeln. Auch Kleidung und Matratzen für Kinder und Erwachsenen wurden verteilt.
Umfassendes Hilfsprogramm
Plan verstärkt nun seine Not- und Übergangshilfe in Bolívar. In drei Bezirken der Provinz sollen rund 3.000 Familien mit dem Nötigsten versorgt werden. Das Hilfsprogramm umfasst die Versorgung mit Wasser, Nahrungsmitteln, Zelten und anderen dringend benötigten Dingen. Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, stellt Plan Medikamente, Tabletten zur Wasserreinigung, Moskitonetze und Hygieneartikel für die vom Unwetter Betroffenen bereit. Außerdem werden die Gemeinden in Bolívar über Krankheiten, die durch den Kontakt mit verunreinigtem Wasser entstehen, aufgeklärt.
Notunterkünfte in Schulen
Ein weiterer Schwerpunkt der humanitären Hilfe von Plan sind Kinderschutz und Bildung. Rund 360 Schulen werden zurzeit als Notunterkünfte von 70.000 Obdachlosen genutzt. 852 Bildungseinrichtungen und ihr Lehrmaterial wurden durch die Wassermassen zerstört. Dadurch verzögert sich der Beginn des neuen Schuljahres für rund 320.000 Kinder in 18 Provinzen.
Minderjährige schützen
Damit die von der Katastrophe betroffenen Kinder sicher sind, schult Plan die Familien und Gemeinden in Bolívar im Kinderschutz. Mit dem staatlichen Institut für Familienfürsorge ICBF sind weitere Maßnahmen wie zum Beispiel die Einrichtung kinderfreundlicher Bereiche für etwa 7.730 Mädchen und Jungen in den Notunterkünften vereinbart.
Plans Nothilfe-Fonds
Mit dem Nothilfe-Fonds finanziert Plan schnell und unbürokratisch Soforthilfe, die unter anderem Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente, Notunterkünfte, eine psychosoziale Betreuung, Schulunterricht und Wiederherstellung der Infrastruktur umfasst. Die Belange der Kinder stehen für Plan dabei im Mittelpunkt.
Spenden Sie bitte für Plans Nothilfe-Fonds:
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Stichwort: Nothilfe
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Pateninformation
Zurzeit liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.
El Niños kleine Schwester
In der Regel herrscht zwischen März und Juni sowie zwischen September und November Regensaison in Kolumbien. Der aktuelle Starkregen ist auf das Wetterphänomen La Niña zurückzuführen, das alle paar Jahre auftritt. Dabei strömt vor der Pazifikküste Südamerikas kaltes Wasser an die Oberfläche, was in einigen Gebieten des Subkontinents zu Dürren, in anderen zu überdurchschnittlich hohen Niederschlägen führt. Die Regenperiode könnte nach Angaben von Meteorologen noch bis März anhalten und dann nahtlos von der nächsten Regenzeit abgelöst werden.




