06.05.2011

Liberia

Plan erhöht Nothilfe um 50.000 Euro

Auch nach der Neuwahl von Präsident Alassane Ouattara in der Elfenbeinküste halten die Flüchtlingsströme ins Nachbarland Liberia an. Plan erhöht seine Hilfsmaßnahmen für die Flüchtlinge der Elfenbeinküste.

Rund 150.000 Ivorer sind bereits ins benachbarte Liberia geflohen. In den Regionen Nimba und Gedeh stoßen die Aufnahmekapazitäten der Gemeinden an ihre Grenzen. Die Nahrungsmittelvorräte gehen zur Neige, die Sicherheitslage verschärft sich. Berenger Berehoudougou, Katastrophenexperte von Plan in Westafrika, rechnet mit weiteren Flüchtlingsströmen: "Es wird lange dauern, bis die Menschen wieder in ihre Heimat zurückkehren können. Viele Dörfer sind völlig abgebrannt. Wir erwarten, dass die Flüchtlingsströme nach Liberia noch zunehmen, bevor sich die Situation in der Elfenbeinküste entspannt."

Schutzräume für Kinder in den Grenzgebieten
Plan richtet für 5.000 Kinder geschützte Räume ein und bietet psychosoziale Betreuung. Über 25.000 Kinder und Familien in Liberia sollen in den kommenden Monaten von Plans Hilfsmaßnahmen profitieren. Dazu hat Plan Deutschland nun die Nothilfe um 50.000 Euro erhöht.

"Die dringlichste Aufgabe für Plan ist nun, die verängstigten Kinder und Jugendlichen in den Notunterkünften zu betreuen, sie vor Missbrauch zu schützen und ihnen ein Stück Normalität zurückzugeben", bestätigt Maike Röttger, Sprecherin der Geschäftsführung von Plan Deutschland. "Mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Traumabewältigung kann Plan den Mädchen und Jungen helfen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten."

Viele Kinder werden auf der Flucht von ihren Eltern getrennt. Lesen Sie im Weltgeschichten-Blog, wie Adama, ein 15-jähriges Mädchen, mit ihren Geschwistern die Flucht erlebte. 

Zusammen mit dem Flüchtlingswerk der UN, macht Plan Liberia auf die gewichtigen Themen Bildung und Schutz aufmerksam. Rund 3.000 Erwachsene und Kinder wurden mit den Botschaften bereits erreicht. Auch Mütter mit Kleinkindern und schwangere Frauen werden in das Hilfsprogramm eingebunden. Sie erhalten Aufklärung über gesunde Ernährung, Hygiene und notwendige Impfungen für Neugeborene und Kleinkinder.

Unterricht gibt emotionale Sicherheit
Plan unterstützt Flüchtlingskinder darin, ihre Schulbildung fortzuführen. Dabei werden die Schulstrukturen der Gemeinden genutzt. Vormittags findet in den Schulen Unterricht der Gemeindemitglieder statt, nachmittags sind die Kinder der Flüchtlinge an der Reihe. Plan stellt ihnen Unterrichtsmaterialien, Schulranzen, Bücher, Stifte, Hefte, Anspitzer und Lineale zur Verfügung. Auch die liberianischen Schülerinnen und Schüler in den Gemeinden erhalten diese Lernhilfen. Die Motivation, regelmäßig zur Schule zu gehen, ist groß.

Um den Kindern ein Stück Normalität, Ablenkung und Beschäftigung zu geben, wurden zusätzlich Kinderrechtsclubs eingeführt, wo sie von ihren Rechten erfahren, sowie weitere Sport-, Theater- und Spielgruppen. 

Betreuung von Vorschulkindern
Schulungen in frühkindlicher Betreuung und Schutz traumatisierter Kinder wurden mit 15 Lehrern und 45 Helfern durchgeführt. Bildungs- und Freizeitangebote sollen den Mädchen und Jungen eine schnelle Rückkehr zu einem geregelten Alltagsleben ermöglichen und gleichzeitig die Jugendlichen vor einer Rekrutierung als Kindersoldaten schützen.

Plan Deutschland bittet um Unterstützung für die Flüchtlingskinder in Liberia über seinen Nothilfefonds: 

Plan International Deutschland e.V.
Deutsche Bank
Konto-Nr. 061281202
Bankleitzahl 200 700 00
Stichwort "Nothilfe"

Spenden Sie auch Online oder helfen Sie ganz einfach auch per SMS: Senden Sie einfach eine SMS mit dem Stichwort PLAN an die 81190. Damit unterstützen Sie direkt Plans Nothilfe-Fonds.*

 

* Eine SMS kostet 5 Euro plus die normale Transportgebühr, die Sie bei Ihrem Mobilfunkanbieter für das Verschicken einer SMS bezahlen. Die Abrechnung erfolgt über Ihren Mobilfunkanbieter. Davon gehen 4,83 Euro direkt an Plan. 17 Cent gehen an die spendino GmbH für die Abwicklung und Abrechnung der SMS-Spenden.


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