14.06.2011

International

Plan bekämpft Kinderarbeit

Kinder arbeiten in der Landwirtschaft, in Fabriken oder als Hausangestellte, manche werden wie Leibeigene gehalten. Plan bekämpft diese Verletzung ihrer Rechte auf verschiedenen Ebenen.

Die meisten Staaten Lateinamerikas und der Karibik haben internationale Übereinkommen zum Verbot und zur Beseitigung der Kinderarbeit unterzeichnet. Trotz beachtlicher Erfolge im Kampf gegen die Kinderarbeit in den letzten Jahren, müssen aber immer noch 5,7 Millionen Minderjährige in Zentral- und Südamerika arbeiten oder sind in ausbeuterischen Verhältnissen beschäftigt.

 

Gegen Kinderarbeit in El Salvador
Mit dem Arbeits- und Sozialministerium El Salvadors schloss Plan eine Vereinbarung zur Beseitigung der Kinderarbeit. Die Initiative soll die jeweiligen Maßnahmen der Kooperationspartner bündeln und die Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche in dem zentralamerikanischen Land fördern.

 

Aufklärungskampagnen, ein landesweites Überwachungs- und Ortungssystem zur Bekämpfung der Kinderarbeit sowie ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Berufschancen von Jugendlichen sind geplant. Darüber hinaus werden in den Partnergemeinden von Plan entsprechende Komitees zum Schutz der Kinder vor ausbeuterischer Arbeit eingerichtet und Seminare zur Berufsvorbereitung und Existenzgründung angeboten.

 

Umfrage in Honduras
In Honduras schuften etwa 11 Prozent aller Mädchen und Jungen. Plan hat besonders gravierende Formen der Kinderarbeit in den Kaffeeanbaugebieten Copán und Lempira aufgedeckt. Minderjährige werden in der Landwirtschaft körperlich geschunden oder arbeiten im Haushalt, Straßenverkauf oder auf Abfallhalden.

 

Bei einer Umfrage von Plan in Honduras meinten 40 Prozent der Eltern und Kinder, dass früh arbeitende Mädchen und Jungen zu verantwortungsvollen, ehrlichen Erwachsenen heranwachsen und nicht auf der Straße "herumlungern" würden. 50 Prozent gaben an, dass Minderjährige arbeiten, um sich und ihre Familien mit zu ernähren.

 

Das die Armut der Familien der Hauptgrund für die Kinderarbeit in Honduras ist, verdeutlichen auch die Erfahrungen eines Jungen, der mit seinen Eltern ins Hochland zog: "Vor zwei Jahren, als ich noch in der Gemeinde El Balsamo wohnte, ging ich in die erste Klasse der Grundschule.  Das Lernen hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber hier haben sie mich nicht in die Schule aufgenommen, weil ich keine Geburtsurkunde habe. Und auch wenn ich gern lesen und schreiben lernen möchte - nach dem Tod meines Vaters muss ich arbeiten."

 

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