International
Plan begrüßt neue UN-Resolution
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete diese Woche einstimmig eine Resolution zum weiteren Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten. Diese sieht vor, dass nun auch Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser geächtet werden."Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz vor kriegerischer Gewalt" heißt es in Artikel 38 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Die Realität sieht für die betroffenen Mädchen und Jungen anders aus. Kinder zetteln keine Kriege an. Sie sind aber direkt oder indirekt die am stärksten betroffene und gleichzeitig am häufigsten übersehene Bevölkerungsgruppe. Kinder werden verletzt, vertrieben, getötet, verlieren ihre Eltern oder Geschwister. Sie werden als Kindersoldaten entführt, missbraucht oder sexueller Gewalt ausgesetzt.
Mit ihren traumatischen Erlebnissen bleiben sie meist allein. Die Zerstörung ihrer Umwelt führt dazu, dass sie weder zur Schule gehen noch eine gesundheitliche Versorgung oder psychologische Betreuung erhalten können.
Neue Resolution
Die diese Woche unter deutscher Federführung erarbeitete Resolution zum Schutz von Kindern und Erwachsenen setzt Konfliktparteien, die Schulen und Krankenhäuser angreifen, auf eine "Liste der Schande" und sieht Konsequenzen vor. Auf dieser Liste werden auch Parteien aufgeführt, die Kinder als Soldaten rekrutieren, missbrauchen oder töten.
"Wir begrüßen den Vorstoß des Auswärtigen Amtes während seines Vorsitzes im UN-Sicherheitsrat, den Schutz von Kindern in Konfliktsituationen zu verbessern", erklärt Samia Kassid, Referentin für Kinderrechte bei Plan Deutschland. "Krankenhäuser und Schulen sollten sichere Orte sein. Mädchen und Jungen, die zur Schule gehen, haben ein Recht auf eine sichere Schule. In vielen Konfliktländern werden Schulen von bewaffneten Gruppen und Armeen gleichermaßen besetzt und oft zerstört. Lehrer und Schüler werden bedroht, getötet oder zwangsrekrutiert. Der Schulunterricht fällt aus mit der Folge, dass Kinder ihr Recht auf Bildung nicht wahrnehmen können."
In Programmgebieten, in denen Kinder und Jugendliche von bewaffneten Konflikten betroffen sind, setzt Plan Projekte zu deren Schutz um. Sie reichen von Nothilfe, Friedenserziehung, schulischer Bildung bis hin zu psychosozialer Betreuung.
Deutsches Bündnis Kindersoldaten
Plan engagiert sich im Deutschen Bündnis Kindersoldaten. Weitere Informationen zum Thema Kindersoldaten, dem Red Hand Day und der Bündnisarbeit finden Sie hier.




