15.07.2011

Kenia

Nothilfe auch in Kenia

Plan International leistet neben der Soforthilfe in Äthiopien nun auch Hilfe im Nachbarland Kenia. Anhaltende Dürre führte in Ostafrika zu einer akuten Nahrungsmittelknappheit, die lebensbedrohlich ist. Vor allem Kleinkinder sind gefährdet.

Nach dem Ausfall zweier Regenzeiten herrscht am Horn von Afrika die schwerste Dürre seit Jahrzehnten. Plan leistet bereits Soforthilfe in Äthiopien und in Kenia. In Kenia ist Plan in den Regionen Tharaka, Machakos, Kilifi und Kwale aktiv, in denen das Kinderhilfswerk auch regulär tätig ist. Ein möglicher Einsatz in weiteren Gebieten in Samburu, Maralal, Makueni und Kitui wird geprüft.

Die unmittelbare Hilfe in Kenia richtet sich an 114.000 Menschen und beinhaltet den Transport und die Aufbereitung von Wasser, Verteilung von Medikamenten und Zusatznahrung, allgemeine Nothilfsgüter und Hygieneaufklärung. Zusätzlich werden an 414 Schulen Mahlzeiten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal ausgegeben.

Berichte der Plan-Kollegen zeigen, dass viele Familien mit der Unternährung und an durch unsauberes Wasser hervorgerufene Krankheiten leiden. Viele verkaufen ihr Hab und Gut, um die immer höher steigenden Lebensmittelpreise bezahlen zu können. Normalerweise liegt der Tauschpreis von Maismehl bei einer Ziege für einen 90 kg-Sack Mehl. Mittlerweile ist er auf drei Ziegen angestiegen. Für die Familien, für die diese Nutztiere unschätzbaren Wert haben, ist das ein herber Verlust. Sie kämpfen ohnehin darum, dass ihre Tiere nicht an der herrschenden Dürre und Futtermittelknappheit verenden.

Schutz für Kinder
In Zeiten von Hunger brauchen Kinder besonderen Schutz vor Missbrauch und Vernachlässigung. Der wirtschaftliche Druck auf die Familien kann dazu führen, dass Kinder zum Einkommen beitragen müssen.

Auf der Suche nach Essbarem und zu Wasserquellen legen die Kinder manchmal Fußmärsche von bis zu 20 Kilometern zurück. In der Notlage können Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Der Schutz der Kinder hat also abgesehen von der unmittelbaren Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser Priorität.

Plans Regionaldirektor von Ost- und Südafrika Gezahegn Kebede: "Wir haben eine Situation, in der Kinder auf höchstem Niveau von Vernachlässigung bedroht sind durch die Dürre und die Nahrungsmittelkrise. Die größte Sorge ist, dass die Situation für viele Kinder in Kenia kritisch bleibt aufgrund von Hunger, Unterernährung, physischem und psychischen Missbrauch.

Es besteht ein hohes Risiko, dass Kinder sterben. Krankheiten wie Masern, Durchfallerkrankungen und Lungenentzündung kursieren. Kinder sind von verschiedenen Arten von Missbrauch bedroht: Sie können sich verletzen im Gedränge um Nahrungsmittel. Die Gefahr von sexuellem Missbrauch in den überfüllten Notlagern und auf den Straßen besteht. Es ist unsere Pflicht, alles Menschenmögliche zu tun, um das Überleben und den Schutz der Kinder zu sichern."

Plan im Südsudan
Ein erweiterter Einsatz im Südsudan wird von den internationalen Plan-Mitarbeitern vorbereitet. Bislang werden in Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm in Ost Equatoria im Südsudan rund 36.068 Schülerinnen und Schüler mit Mahlzeiten versorgt.

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:

 
Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0612 812 02
Deutsche Bank, BLZ 200 700 00
Stichwort: "Dürre Ostafrika"

 

Oder spenden Sie ganz einfach online.*

 

Lesen Sie im Plan-Blog Weltgeschichten die bewegenden Geschichten von Plan UK Mitarbeiterin Rose Foley, die aus Äthiopien berichtet.

 

Pateninformation

Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten. 

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.

 

 

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