14.10.2011

International

Nobelpreisträgerin bekräftigt Forderung nach Internationalem Mädchentag

Die mit dem Friedensnobelpreis 2011 ausgezeichnete Liberianerin Leymah Gbowee bestärkt die Forderung von Plan, den 22. September zum Internationalen Mädchentag auf UN-Ebene zu erklären.

Zwei der Preisträgerinnen des Friedensnobelpreises 2011, Ellen Johnson Sirleaf und Leymah Gbowee setzen sich für die Rechte von Kindern in ihrem Heimatland Liberia ein, wo sie auch Plans Arbeit im Bildungsbereich und bei der Stärkung von Mädchen unterstützen. Leymah Gbowee sprach sich bereits im Frühjahr bei der Commission of the Status of Women, einer Tagung der UN zu dem Status der Frauen und Mädchen, für den Internationalen Mädchentag aus.

"Ich denke, der Internationale Mädchentag wäre ein großartiger Tag, um die Themen von Mädchen für Medien, Regierungen und Bildungseinrichtungen ans Licht zu bringen. Mädchen sind die Zukunft der Welt und wir brauchen definitiv einen Tag, der ihren Themen gewidmet ist."

Stärkung von jungen Frauen und Mädchen
Gbowee setzte sich in den vergangenen Jahren in ihrer Heimat Liberia für den Frieden im vom Bürgerkrieg gezeichneten Land ein. Sie führte dort auch eine Frauenbewegung an, die gegen den systematischen Einsatz von Vergewaltigungen und den Missbrauch von Kindern als Soldaten im Krieg protestierten. Die Friedensnobelpreisträgerin hofft, dass der Preis junge Frauen daran erinnert, dass "nichts auf dieser Welt festlegt, dass du etwas nicht tun kannst."

Mädchen werden häufig mehrfach auf Grund ihres Alters und Geschlechts benachteiligt. Laut Leymah Gbowee würde ein Internationaler Mädchentag dabei helfen, diese Ungerechtigkeit zu beleuchten, und darüber hinaus eine Grundlage für Fürsprache und Unterstützung zur Stärkung von Mädchen kreieren, damit sie die Aufmerksamkeit und Beteiligung erhalten, die sie verdienen.

"Ein Mädchentag könnte von den Gemeinden und Frauengruppen genutzt werden, um für die kommenden Generationen einzustehen. Der Internationale Mädchentag wird der Tag sein, an dem wir sagen, alle Kämpfe durch die wir durch mussten, sollen unsere Mädchen nicht ausfechten müssen."

Sie hob auch das Potenzial von Mädchen als zukünftige Führungspersönlichkeiten und Entscheidungsträger hervor. Plan fördert mit seiner Kampagne für die Rechte von Mädchen Because I am a Girl genau dies:

"Es ist wichtig, dass die Welt anerkennt, dass die zukünftigen weiblichen Führungspersonen eine Zeit brauchen, die ihren Thema gewidmet ist. Es ist nicht nur ein Tag des Feierns und Gedenkens, es ist auch ein Tag der Reflektion. Um eine Bestandsaufnahme zu machen, wo wir waren und wo wir jetzt sind, eine Bestandsaufnahme für das, was wir erreichen wollen, vor allem wenn es um die Zukunft der Mädchen geht."

Der Internationale Mädchentag
Um die Rechte von Mädchen noch stärker in den Fokus zu rücken, fordert Plan: Der 22. September muss Internationaler Mädchentag der Vereinten Nationen (UN) werden. Der Deutsche Bundestag hat bereits am 21. September fraktionsübergreifend entschieden, sich bei den Vereinten Nationen für den von Plan initiierten UN-Mädchentag einzusetzen. In den kommenden Wochen wird in der Generalversammlung der Vereinten Nationen darüber diskutiert.

Machen Sie mit und unterschreiben Sie die entsprechende Petition an die UN.

Leymah Gbowee für den Internationalen Mädchentag

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