09.11.2011

Burkina Faso

Moskitonetze gegen Malaria

Malaria ist neben HIV und Aids eine der größten gesundheitlichen Gefahren für die Menschen in Burkina Faso. Um die Verbreitung einzudämmen, setzt Plan auf die Verteilung von Moskitonetzen. Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, die vom Global Fund unterstützt wird.

Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Einwohner des nordafrikanischen Landes werden im Schnitt nur 54 Jahren alt. Es mangelt in den meisten Regionen an Gesundheitsstationen. Viele Einwohner, insbesondere Kinder, sterben an Malaria. Aber auch HIV und Aids stellen große Probleme dar.


Verteilung von Moskitonetzen

Um die Verbreitung von Malaria zu verhindern, wurden seit Beginn des Jahres in allen dreizehn Regionen des nordwest-afrikanischen Landes zahlreiche Moskitonetze verteilt. Das Projekt ist Teil einer Kampagne des Global Fund und wurde in Zusammenarbeit mit der Regierung und Plan initiiert.
 
Der Global Fund wurde 2002 von den G8-Staaten im Rahmen der UN-Millenniumsziele eingerichtet und setzt sich für die Ausrottung der "drei schlimmsten Geißeln der Menschheit" ein: Aids, Tuberkulose, Malaria. Finanziert wird der Global Fund durch die G8-Staaten sowie private Sponsoren.
 
Wie wichtig das Engagement gegen Malaria ist, verdeutlichen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach stirbt in Afrika alle 45 Sekunden ein Kind an der fiebrigen Tropenkrankheit. Malaria ist somit für 20 Prozent der Kindertode verantwortlich.

 
Einsatz starker Persönlichkeiten

Damit die Moskitonetze vor Ort zum Einsatz kommen, bedarf es der Unterstützung besonders engagierter Gemeindemitglieder. Eine von ihnen ist Zamtaoko aus Silmiougou, die von Plan unter anderem im Umgang mit Moskitonetzen geschult wurde – und diese Informationen nun an ihre Mitmenschen weitergibt. 

 

Zamtaoko selbst hat sich vor 13 Jahren mit HIV infiziert. Heute ist sie Mitglied einer lokalen Vereinigung von Menschen, die mit HIV/Aids leben. Zamtaoko lebt in einem starken Familienverband mit über 50 Mitgliedern, denen sie alles Wissenswerte über HIV/AIDS, Malaria und weitere Krankheiten vermittelt - vor allem auch den Zusammenhang zwischen Gesundheit, Schutz und Hygiene. Ihre Familie ist sehr stolz auf sie.


Das Beispiel von Zamtaoko zeigt, wie wichtig starke Persönlichkeiten für die Durchführung und Akzeptanz von präventiven Gesundheitsmaßnahmen sind. Als Vorbilder tragen sie dazu bei, Stigmatisierungen abzubauen. Zamtaoko: "Ich beschütze mich selbst vor den Insekten und ermutige jeden, ebenfalls die Netze zu benutzen."

 

Noch viel zu tun

Allmählich trägt der Kampf von Plan gegen Malaria Früchte: Im örtlichen Gesundheitszentrum sprechen die Zahlen für sich. Im April 2010 wurden 27 Kinder unter fünf Jahren und 19 ältere Kinder behandelt, die an Malaria erkrankt waren. Ein Jahr später reduzierte sich die Zahlen auf je vier und drei.

 

Es ist jedoch noch ein langer Weg. Nach Angaben des nationalen Gesundheits-Büros hat die Zahl der Malaria-Behandlungsfälle landesweit nur geringfügig abgenommen. Plan Burkina Faso engagiert sich für weitere Mittel, um die Lücke in der Verteilung von Moskitonetzen zu füllen. 

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