07.11.2011

International

Mehr Mittel für Bildung!

Weltweit wachsen immer noch 67 Millionen Kinder ohne Bildung auf. Heute werden bei der Internationalen Konferenz in Kopenhagen die Weichen für die Bildung in den Entwicklungsländern gestellt. Plan und seine Bündnispartner fordern im Rahmen der Globalen Bildungskampagne mehr Einsatz von der Bundesregierung.

Für die Zukunft der Entwicklungsländer steht am 7. und 8. November in Kopenhagen sehr viel auf dem Spiel: Dort entscheidet die internationale Staatengemeinschaft, wie viel Geld sie in den einzigen globalen Fonds zur Bildungsförderung in armen Ländern investieren wird. Im Rahmen der Global Partnership for Education (GPE) haben die Entwicklungsländer und Geber-staaten bereits große Anstrengungen unternommen. Doch noch immer klafft eine Finanzierungslücke von 16 Milliarden Euro jährlich, um weltweit allen Kindern Bildung zu ermöglichen.

 

Mehr Einsatz gefragt 

Die Bundesregierung hat  für 2012 bislang nur fünf Millionen Euro für die GPE zugesagt. Zu wenig für ein G-8-Land, findetdie GPE, die einen deutschen Beitrag von 25 Millionen fordert. Auch Plan ruft mit der zivilgesellschaftlichen Globalen Bildungskampagne (GBK) zu mehr Einsatz auf.

 

67 Millionen Kinder ohne Bildung

"Noch immer wachsen weltweit 67 Millionen Kinder ohne Bildung auf", betont Sandra Dworak, Sprecherin der Globalen Bildungskampagne,  "Deutschland und alle weiteren Geberländer haben es in der Hand, ob diesen Mädchen und Jungen Perspektiven und den Ländern des Südens bessere Entwicklungschancen ermöglicht werden." Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betone immer wieder, dass Bildung der Schlüssel zur Entwicklung sei. "Nun kann die Regierung beweisen, wie ernst es ihr damit ist", so Dworak.

 

Defizite bei der bisherigen Finanzierung

Die Globale Bildungskampagne setzt große Hoffnung auf das Prinzip von GPE: Regierungen armer Länder entwickeln nationale Bildungspläne und mobilisieren einheimische Mittel. Für das verbleibende Finanzierungsdefizit koordiniert GPE bilaterale und multilaterale Finanzierung. Derzeit sind die Bildungspläne 46 Länder angenommen worden. „Wir begrüßen die starke Einbindung von Partnerländern und Zivilgesellschaft sowie die bessere Abstimmung von Geberländern untereinander", so Dworak „doch das beste  Instrumentarium nutzt nichts, wenn es finanziell nicht ausreichend ausgestattet ist."

 

Plan investiert zusätzlich in die Bildung benachteiligter Mädchen

Plan International investiert in den kommenden drei Jahren zusätzlich 55 Millionen US-Dollar in Bildungsprogramme, mit denen über acht Millionen Mädchen in den Programmländern erreicht werden. Nigel Chapman, Geschäftsführer von Plan International bekräftigt die Forderung der Globalen Bildungskampagne:  "Alle Mädchen und Jungen haben das  Recht auf eine qualifizierte Bildung, egal wo sie auf der Welt leben. Plan investiert zunehmend mehr Mittel und Knowhow in globale Bildungsprogramme , wir rufen nun die Regierungen auf,  dasselbe zu tun. Die Versprechungen, die bisher gemacht wurden, müssen eingehalten und umgesetzt werden."

 

Auf der Konferenz sollen Finanzierungszusagen für GPE von 2,5 Milliarden US-Dollar über die nächsten drei Jahre generiert werden, um so zumindest einen Teil des globalen Finanzierungsbedarfs zu decken. 

 

Starkes Bündnis

Die Globalen Bildungskampagne (GCE) setzt sich dafür ein, dass das Recht der Kinder auf Bildung umgesetzt wird. Eine kostenfreie und gute Grundschulbildung für jedes Kind auf der Welt bis 2015 ist das primäre Ziel. Plan nimmt regelmäßig an Aktionswochen und Medienaktivitäten teil.

 

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