17.11.2011

Deutschland

MALU WILZ Beauté spendet 6.000 Euro für Kamalari-Projekt

Einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf des diesjährigen MALU WILZ Adventskalenders spendete das Kosmetikunternehmen aus der Nähe von München an das Plan-Projekt in Nepal.

6.000 Euro aus dem Verkauf des diesjährigen Firmen-Adventskalenders spendet das Kosmetikunternehmen MALU WILZ aus München-Karlsfeld, das 1985 gegründet wurde, an das Kamalari-Projekt von Plan.

Die Geschäftsführung der MALU WILZ Beauté, Claudia Steinberger, hat sich für die Unterstützung des Kamalari-Projekts entschieden, da ihr die Verbesserung der Chancengleichheit von Mädchen besonders am Herzen liegt.

Kamalari in Nepal

Kinderarbeit ist in Nepal seit 2000 offiziell verboten. Dennoch gehört die Ausbeutung vieler Mädchen der Tharu - einer Ethnie im Südwesten des Landes nahe der indischen Grenze - zum Alltag. Sie werden als sogenannte "Kamalari" hart arbeitende Frauen" für einen Minimallohn von 40 bis 50 Euro jährlich verkauft. Schon im Alter von fünf Jahren müssen sie als Hausmädchen für wohlhabende Familien und Großgrundbesitzer schuften. Ihre Arbeitstage sind 14 bis 16 Stunden lang, oft sind sie Gewalt und sexuellem Missbrauch schutzlos ausgesetzt.

Erfolgreiche Plan-Arbeit
Seit Beginn des Projektes zur Abschaffung des Kamalari-Systems im Februar 2006 konnte Plan Nepal zusammen mit seinem lokalen Partner SWAN bereits mehr als 1.700 Sklaven-Mädchen in Dang befreien. Die Kamalari-Praxis gilt in dem Distrikt mittlerweile als komplett abgeschafft. Plan setzt sich für die Opfer dieser Praxis ein und holt die betroffenen Mädchen in ihre Familien zurück. Plan hat dieses erfolgreiche Projekt seit Anfang 2010 auf die Bezirke Kailali und Kanchanpur ausgeweitet. Dort brauchen noch mehr als 4.000 Mädchen dringend Unterstützung.

Start ins neue Leben
Nach der Rückkehr in ihre Dörfer brauchen die Mädchen oft psychologische Hilfe. In speziellen Förderkursen werden sie anschließend darauf vorbereitet, in die staatlichen Schulen zurückzukehren. In den Kursen erfahren die ehemaligen Kamalari auch viel über Kinderrechte, Gleichberechtigung und gesundheitliche Themen.

Plan bestärkt die befreiten Mädchen und jungen Frauen darin, sich für die Abschaffung der Kamalari-Praxis zu engagieren und an Aufklärungskampagnen in den Gemeinden teilzunehmen. Oft wissen die Familien gar nicht, was wirklich mit ihren Töchtern passiert, nachdem sie diese in die Fremde geschickt haben. Die befreiten Kamalari-Mädchen führen deshalb in den Dörfern und Schulen Theaterstücke auf, in denen sie ihr Schicksal aufzeigen. Oder sie veranstalten Proteste und Märsche, wenn sich zum Beispiel im Januar das Margi-Fest nähert, das Neujahrsfest, zu dem traditionell viele Tharu-Mädchen in Haushalte vermittelt werden.

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