23.11.2011

Philippinen

Klimaschutz für die Zukunft

Tricia lebt auf den von Taifunen und Überflutungen bedrohten philippinischen Camotes Islands. Die 15-jährige Schülerin kämpft für eine saubere Umwelt. In ihrer Freizeit tauscht sie Schuluniform gegen Jeans und T-Shirt, pflanzt Bäume und forstet Mangroven wieder auf. Sie will, dass Kinder weltweit in Klima- und Katastrophenschutz eingebunden werden, denn "wir können es anders machen".

"Green is all we need", steht auf dem T-Shirt der 15-jährigen, die regelmäßig in ihrer Freizeit zum knapp 700 Hektar großen Süßwassersee Lake Danao fährt, um dort einheimische Bäume zu pflanzen, die dort zu Zehntausenden in einer Freiluftbaumschule vorgezogen werden. Die 15-jährige Schülerin der Kleinstadt San Francisco ist Vizepräsidentin des "Red Cross Youth Council", der Umweltschutzgruppe ihrer Schule. Regelmäßig gehen Tricia und ihre Mitschülerinnen und Schüler in die Nachbargemeinden. Dort zeigen sie Filme über die globale Erwärmung und klären über die Auswirkungen des Klimawandels auf, den dieser auch für die Camotes Inseln hat.


Katastrophen-Märchen klären auf

Klimaschutz ist fester Bestandteil des Unterrichts in allen Schulen der Camotes-Inseln. Die kleineren Kinder sehen sich dazu Katastrophen-Märchen an, in denen Handpuppen den Schülern spielerisch nahe bringen, welche Naturkatastrophen es gibt und wie man sich am besten davor schützen kann. Diese "Tales of Desaster" wurden von Plan und anderen Organisationen zusammen mit der philippinischen Regierung für die Schulen entwickelt.

Zwei-Millionen-Bäume-Kampagne


Alfredo Arquillano, der Vizebürgermeister von San Francisco, hat mit Plans Unterstützung eine Zwei-Millionen-Bäume-Kampagne für die Insel Pacijan ins Leben gerufen. Dafür gewann er den UN-Sasakawa Preis, der nachhaltiges Umweltengagement auszeichnet. Als ihm der Preis im Mai dieses Jahres in Genf bei der UN-Konferenz  "Global Plattform zur Reduzierung von Risiken durch Naturkatastrophen" überreicht wurde, waren Tricia und André dabei, um als Plan-Kinderbotschafter die Belange der Kinder vor den Delegierten zu vertreten.

Kinder an Katastrophenschutz beteiligen

Tricia und der 17-jährige André engagieren sich über das Bündnis "Children in a Changing Climate" dafür, dass Politiker und Entscheidungsträger eine von 600 Kindern weltweit entwickelte Kinder-Charta unterschreiben. Darin fordern sie, dass Kinder ausreichend informiert und beteiligt werden und Schulen vor Naturkatastrophen sicher gemacht werden. "Die Welt sollte auf Kinder und Jugendliche hören. Wir müssen und wollen beteiligt werden, denn wir sind die Zukunft unseres Landes", fordert André.

Eine Video-Botschaft von André und Tricia ging vor einem Monat an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der erstmals die vitale Rolle der Kinder für Katastrophenschutz unterstrich.

Plastiktüten sind in San Francisco tabu

Bis 2015 sollen die erodierten Landstriche auf den Camotes Inseln wiederaufgeforstet sein. Doch für den Umweltschutz wird auf den kleinen philippinischen Inseln noch mehr getan: Auf dem Wochenmarkt von San Francisco sind Plastiktüten mittlerweile verboten. Obst und Gemüse wird in gefaltetem Zeitungspapier verkauft, Müll sorgsam getrennt und in einer kleinen Wiederaufbereitungsanlage kompostiert oder weiterverarbeitet.


Klimaschutzgelöbnis

Das findet Tricia gut und richtig: "Jeder von uns kann etwas gegen die Erderwärmung tun", ist sie überzeugt und zitiert einen Satz aus dem Klimaschutzgelöbnis, das auf einem großen Schild am Ufer des Danao Sees steht. Alle, die hier einen Bäum pflanzen, unterzeichnen es: „Wir werden unser Bestes geben, um unsere Familien, Schulfreunde, Arbeitskollegen sowie alle übrigen Menschen in unserem Umfeld davon zu überzeugen, dass auch sie sich für effektive Anpassung an den Klimawandel einsetzen müssen."

 

Sehen Sie auch eine  Fotostrecke zu engagierten jugendlichen Klimaschützern auf den Camotes Inseln

 

Tricia und André erklären im folgenden Film (5 Minuten), warum die Kinder-Charta so wichtig ist.

 

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