Sudan
"Kleine Ärzte" bekämpfen Krankheiten
In den ländlichen Regionen des Sudans begünstigen Wassermangel und fehlende Latrinen die Ausbreitung von lebensgefährlichen Krankheiten. Mit dem Bau von Brunnen und sanitären Anlagen setzt sich Plan für ein gesundes Lebensumfeld ein. Das Programm "Kleine Ärzte" hilft, Erkrankungen vorzubeugen und Notfälle zu behandeln.
Verschmutztes Wasser verursacht viele der im Sudan auftretenden Krankheiten, beispielsweise Durchfall, Malaria, Bilharziose oder die Augenkrankheit Trachoma. Dabei können einfache Verhaltensregeln die Hygiene und Gesundheit verbessern und die Umwelt schützen.
Hygiene-Schulungen
Plan hat in den nördlichen Bundesstaaten Kassala, White Nile und Nord Kordofan 970 Mädchen und Jungen in Workshops zu "kleinen Ärzten" ausgebildet und ihnen so gezeigt, wie sie ein gesundes Umfeld fördern und Krankheiten vorbeugen können. In den Schulungen erfuhren jeweils fünf Kinder einer jeden Partnergemeinde, wie wichtig Hygiene ist, aber auch wie man Wasser sauber hält, sich ausgewogen ernährt und Nahrung trocken bzw. sicher lagert.
Erste Hilfe von und für Kinder
Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings war die Erste Hilfe. Die Mädchen und Jungen lernten, wie sie insbesondere Gleichaltrigen bei Verletzungen, Insektenstichen, Dehydrierung oder Durchfall helfen können. Plan-Mitarbeiter Manuel Manuel: "Die Kinder zeigten eine bemerkenswerte Bereitschaft, schnell und effektiv zu lernen. Ihre Begeisterung übertrug sich und motivierte die Trainer, ihnen alles gründlich zu erklären."
Im Notfall handeln
Plan stattete die "Kleinen Ärzte" nach der Schulung mit Erste Hilfe-Kästen aus. So konnten sie das Erlernte in ihren Schulen weitergeben und ihr Wissen teilen. Regelmäßig führen sie nun Gesundheits- und Hygienekontrollen in ihren Schulen und Gemeinden durch. Zudem leisten sie im Notfall Erste Hilfe.
Versorgung der Familien
Der 13-jährige Basheer ist überzeugt, dass sein Wissen auch Anderen nützlich ist: "Das Plan-Programm hat uns geholfen, ganz wichtige Dinge zu lernen. Wir unterstützen jetzt die freiwilligen Gesundheitshelfer bei ihren Einsätzen in unseren Gemeinden. Meine Eltern sind stolz, aber auch meine Geschwister und Freunde finden gut, dass ich helfen kann."
Anerkennung der Gemeinde
Das Programm hat die Moral und das Selbstwertgefühl der Kinder gestärkt. "Es ist ein schönes Gefühl, ein "Kleiner Arzt" zu sein", erklärt der 11-jährige Ikhlas, "Und ich lerne weiter, um später dann ein großer Arzt zu werden."
Plan im Sudan
Plan ist seit 1977 im Sudan tätig und unterstützt derzeit 33.860 Patenkinder und ihre Familien in 194 Partnergemeinden im Norden des Landes. Plan arbeitet in den Programmgebieten Kassala, Ed Duweim, Alaga, River Atbara, North Kordofan und Guli. Neben Gesundheits- und Bildungsprogrammen sorgt Plan mit seinen Maßnahmen für die Einkommenssicherung sowie einen verbesserten Zugang der Familien zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen.




