Ghana
Kaum Rauch und trotzdem Feuer
In Ghana sind die Gemeinden stark von Unmengen an Brennmaterial für Öfen abhängig. Kinder verbringen bis zu 14 Stunden pro Woche mit dem Sammeln von Holz. Neue Öfen reduzieren dies und wirken sich auf Gesundheit, Umwelt und die Schulbildung der Kinder aus.Die Öfen, die in Sissala West in Ghana traditionell verwendet werden, sind ineffizient und produzieren viel Rauch. In ländlichen Gegenden, wo es kein Elektrizitätsnetz gibt, stammen 100% der benötigten Energie für den Haushalt aus diesen Öfen. Durch die Bauweise der herkömmlichen Feuerstellen entsteht viel Rauch, der die Gesundheit der Menschen belastet. Zudem verbrauchen sie sehr viel Brennmaterial, das meistens von Kindern und Frauen gesammelt werden muss. Dies nimmt mehrere Stunden täglich in Anspruch. Die Suchwege werden weiter, die Sträucher und Bäume in unmittelbarer Umgebung sind längst verbraucht. Eine Folge dessen ist, dass Kinder immer mehr Zeit mit der Suche nach Holz verbringen und nicht zur Schule gehen können.
Verbesserung der Lebensqualität
Plan Ghana hat sich mit Forschungspartnern zusammengetan und arbeitet mit Frauen in der Kupulima Gemeinde, um 48 neue, effizientere Öfen zu bauen und zu testen. Das Ziel: Raucharme Herde entwickeln, die wenig Brennmaterial benötigen und kostengünstig herzustellen sind. Erste Untersuchungen zeigen, dass deutlich weniger Brennmaterial benötigt wird. Dies bestätigen die Frauen aus der Gemeinde, die als Testpersonen fungierten.
"Ich ging mit meinen Kindern jeden Tag mehrere Kilometer in den Wald auf der Suche nach Brennholz. Der neue Herd verbraucht viel weniger Holz", berichtet Adisa. "Ich habe jetzt genug Zeit, um andere wirtschaftliche Aktivitäten zu verfolgen, und meine Kinder sind pünktlich in der Schule", fügt Adisa hinzu.
Zusätzliche Öfen für 1.000 Familien
Da die Herde deutlich weniger Rauch produzieren, spüren die Gemeindemitglieder eine signifikante Verbesserung ihrer Gesundheit. Die neuen Öfen werden ganz simpel aus wenigen Ziegeln und einem Feuerrost hergestellt. Die Gemeindemitglieder sind selbst in der Lage, mit den Materialien, die ihnen zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel Lehm, das Gehäuse herzustellen.
Die ersten Ergebnisse sind so vielversprechend, dass Plan mit anderen Organisationen acht weitere Gemeinden darin zu unterstützt, 1.000 zusätzliche Öfen zu produzieren.




