11.03.2010

Philippinen

Katastrophenvorsorge durch Küstenschutz

Wirbelstürme und Überschwemmungen gefährden die Menschen besonders in Küstengebieten. In Ost-Samar machte Plan sehr gute Erfahrungen mit nachhaltigem Katastrophenschutz. Nun wird die Arbeit ausgeweitet. Das Auswärtige Amt unterstützt die Vorhaben für die Bundesrepublik Deutschland.

Die Abholzung schützender Mangrovensümpfe und die Zerstörung der Korallenriffe durch Dynamitfischerei machen die Küsten der Philippinen verwundbar bei Stürmen und hohen Wellen – ein Problem, das durch einen klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels noch verstärkt wird. Plan setzt sich
in zwei Regionen für eine Trendwende ein.

 

Meersschutz mit Plan
So wurden Meeresschutzgebiete ausgewiesen und die Menschen in angrenzenden Gemeinden über die Zusammenhänge von Küstenschutz und Reduzierung des Katastrophenrisikos informiert. Kindergruppen und Schulen stehen im Zentrum der Aufklärungsarbeit. Sie sind auch bei der Umsetzung der Maßnahmen eingebunden.

 

Über Plan gründen sich lokale Überwachungsgruppen für die Schutzgebiete sowie Hilfsteams für den Katastrophenfall.Die Beteiligten erhalten Schulungen und Ausrüstung. Mit Regenmessgeräten und Wasserstandsanzeiger können sie zum Beispiel konkrete Wetterrisiken identifizieren und Gegenmaßnahmen einleiten.


Erfolgreiches Projekt

Ende 2009 schloss Plan sein Pilotprojekt in Ost-Samar erfolgreich ab. Im November 2009 wurde ein vergleichbares Projekt mit zweijähriger Laufzeit auf den Camotes-Inseln in Zentralvisayas begonnen. Der Beitrag des Auswärtigen Amts für beide Projekte beträgt insgesamt rund 209.000 Euro. Darüber hinaus unterstützt Plan die Wiederaufforstung in den Projektgebieten – und dient so nebenbei dem Klimaschutz.

 

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