10.08.2012

Niger, Mali, Kamerun, Burkina Faso, Senegal

Kanadische Regierung unterstützt Nothilfe in der Sahelzone

Plan International dankt der kanadischen Regierung, die sich bereit erklärt hat zehn Millionen Kanadische Dollar für die Nothilfe in der Sahelzone zur Verfügung zu stellen. In der westafrikanischen Sahelzone leiden die Menschen seit Monaten Hunger.

Zum Abschluss der Olympischen Spiele 2012 in London veranstaltet die britische Regierung einen Hunger Gipfel, bei dem führende Politiker der Teilnehmerländer sich für die Hungernden in der Welt einsetzen sollen. Kanadas Zuwendung kommt zu einem passenden Zeitpunkt.

"Die Großzügigkeit der Regierung und dem Premierminister Stephen Harper ist ein bedeutsamer Schritt, der uns in der Arbeit unterstützt, den Hunger zu stoppen. Wenn wir jetzt handeln können wir durch die Olympischen Spiele 2016 viele Menschenleben retten", kommentiert der stellvertretende Geschäftsführer von Plan International Tjipke Bergsma.

Schätzungen zu folge sind in der Sahelzone aktuell vier Millionen Kinder von Unterernährung bedroht. Einer Million von diesen Kindern droht die schwere akute Unterernährung, die unbehandelt, mit dem Tod enden kann. Durch die politischen Auseinandersetzungen in Mali flüchten mehr als eine viertel Million Menschen in die Nachbarländer. Die größte Anzahl der Flüchtlinge ist nach Burkina Faso geflohen, bis jetzt sind es 100.000. Das Land bereitet sich auf weitere 200.000 Flüchtlinge vor, die durch einen möglichen Militäreinsatz in Mali zur Flucht getrieben werden könnten.

Die zehn Millionen kanadische Dollar sind eine Sofortzahlung der kanadischen Regierung, die weiterhin zusichert, dass sie alle Spenden aufstockt, die Plan Canada und andere Mitglieder des Zusammenschlusses kanadischer Hilfsorganisationen "The Humanitarian Coalition" zwischen dem 7. August und dem 30. September einnehmen.

"Wir können die Regierung unter Premiereminister Stephen Harper nur loben. Sie sind Verfechter der humanitären Hilfe", sagt Bergsma. "Diese Krise ist nicht nur eine normale Hungerzeit in der Sahelzone. Viele externe Faktoren haben eine komplexe Notsituation geschaffen. Ohne diese Faktoren würde es wohl heute keine Hungersnot geben. Doch es ist zu einer Hungerkatastrophe gekommen und die Kinder der Sahelzone brauchen unsere Hilfe", fügt er hinzu.

Durch die Spenden der kanadischen Regierung können mehr Familien mit Nahrungsmitteln versorgt, mehr sauberes Trinkwasser bereit gestellt und die Gesundheitsversorgung verbessert werden. Außerdem können auch kinderfreundliche Zonen geschaffen und besser ausgestattet werden, damit es den Kindern leichter fällt, in ihrer neuen Umgebung zu Recht zu kommen.

Plan leistet in Mali, Burkina Faso, Niger, Kamerun und Senegal Nothilfe.
Für die Nothilfe in der Sahelzone bittet Plan um Spenden:

Plan International Deutschland e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
Konto: 9444944
BLZ 25120510
Stichwort: "Nothilfe Sahelzone"


Oder spenden Sie ganz einfach hier online.

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