09.02.2011

Thailand, Kambodscha

Kämpfe an der Grenze

Seit dem Wochenende kommt es zu Gefechten an der Grenze zwischen Kambodscha und Thailand. Immer wieder sind der Grenzverlauf und die Zugehörigkeit des Preah Vihear Tempels Streitthema zwischen den beiden Ländern. Gemeinden mit Tausenden Menschen wurden evakuiert.

Am Wochenende kam es zum Ausbruch neuer Kämpfe an der kambodschanisch-thailändischen Grenze. Streitpunkt ist der hinduistische Tempel Preah Vihear und das umliegende Gebiet in der thailändischen Provinz Srisaket. Der Tempel gehört seit drei Jahren zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde vom internationalen Gerichtshof in Den Haag schon in den 60ern offiziell Kambodscha zugesprochen. Für das umliegende Gebiet wurde jedoch keine eindeutige Regelung getroffen, was immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Soldaten aus Kambodscha und Thailand führt.

Evakuierungen in Srisaket
Srisaket ist ein ehemaliges Programmgebiet von Plan. Nach erfolgreicher Arbeit zieht sich das Kinderhilfswerk derzeit aus Srisaket zurück. Plan prüft dennoch, ob Bedarf für ein Eingreifen mit humanitären Hilfsmaßnahmen besteht. Gemeinden wurden zum Schutz von Kindern und älteren Menschen evakuiert. Allein auf thailändischer Seite fanden 13.500 Menschen im rund 50 Kilometer entfernten Distrikt Kantharalak in Schulen Unterschlupf.

Plan in Thailand
Plan arbeitet seit 1981 in Thailand. Die Schwerpunkte liegen bei der Verbesserung und Stärkung des Bildungssektors. Besonders auf dem Land ist die medizinische Versorgung nicht ausreichend. Plan unterstützt daher die Gemeinden bei der Bekämpfung von HIV und Aids durch Einkommensprojekte für Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind, durch die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitseinrichtungen und leistet Aufklärung durch die Einführung von Sexualkundeunterricht für Kinder und Jugendliche in und außerhalb der Schule.

Plan in Kambodscha
Die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate ist in Kambodscha sehr hoch. Fast jedes 2. Kind leidet an Mangel- oder Fehlernährung, vermeidbare Krankheiten wie Malaria oder Durchfall sind für sie besonders verheerend. Das Wasser- und Hygieneprogramm von Plan im südasiatischen Land ist eng mit dem Gesundheitsprogramm verbunden, da gerade die Hygiene ein wichtiger Aspekt für die Gesundheit der Kinder ist. Die Programme beinhalten die Verbesserung der Gesundheitszentren und –dienste, Aufklärung und Schulungen sowie Zugang zu sauberem Trinkwasser und Latrinen.

Plan arbeitet im Bildungsbereich mit Lehrpersonal, Schulverwaltungen und Schulkomitees zusammen, um für jede Schule des Gebiets einen individuellen Aktionsplan auszuarbeiten, dazu gehören die Vergabe von Stipendien, Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien und Erteilung von Förderunterricht sowie die Entwicklung eines geeigneten Lehrplans, Errichtung von Bibliotheken und Anlage von Spielplätzen. Plan arbeitet seit 2002 in Kambodscha.

 

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