06.04.2011

Kolumbien

Plan gibt Kindern in Tumaco Perspektiven

In Tumaco im Südwesten Kolumbiens gibt es immer wieder Unruhen und Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen. Unter Sicherheitsvorkehrungen kann Plan seine Arbeit jedoch durchführen. Vor allem Jugendliche werden in Projekte eingebunden.

In den vergangenen Monaten gab es im Programmgebiet Tumaco immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Polizei und illegal bewaffneten Gruppen. Bei einem Bombenanschlag wurden drei Menschen getötet und 13 weitere verletzt. In Tumaco Carretera wurden ein Bürgermeister und seine Frau entführt. Plan Kolumbien hat mithilfe des UN-Sicherheitsbüros in Kolumbien spezielle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die es den Plan-Mitarbeitern ermöglichen, ihre Projekte vor Ort weiter durchzuführen.

 

Tanz, Musik und Theater

Mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche wurden in Aktivitäten wie Tanz, Musik und Theater einbezogen. Darüber hinaus gibt es Umweltschutzprojekte und Trainings zum Schutz vor HIV/Aids und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Jugendliche können sich über Plan auch für die Teilnahme an einem Schulradio-Programm schulen lassen.

 

"In Tumaco gibt es zu viel Gewalt. Wenn ich an der Musikgruppe teilnehme, hilft mir das, von den Kämpfen und Waffen fernzubleiben", sagt Yolver, Mitglied einer Jugendgruppe.

 

Jugendliche setzen sich für Frieden ein

Zwei von Plan geschulte Jugendliche wurden im November 2010 in den Jugendrat von  Tumaco gewählt. Sie arbeiten nun drei Jahre lang eng mit der Lokalregierung und anderen Einrichtungen vor Ort zusammen, um die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten.

 

"Ich war früher sehr impulsiv und geriet oft in Schwierigkeiten. Durch meine Teilnahme an dem Plan-Projekt "Jugendliche als Friedensstifter" änderte sich das. Ich lernte, Konflikte friedlich zu lösen," erzählt Francisco. Auch Sebastian profitiert bei seiner Arbeit im Jugendrat von seinen Plan-Aktivitäten. Vor allem von seiner Mitarbeit bei der Plan-Zeitschrift "Magic Box": "Ich habe gelernt, die mir zur Verfügung stehenden Kommunikationsmittel zu nutzen, um den Stimmen von Kindern und Jugendlichen Gehör zu schaffen."

 

Mehr Informationen im Newsletter Tumaco Oktober bis Dezember 2010

 

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