23.07.2010

Haiti

IWF erlässt Schulden

Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben hat der Internationale Währungsfonds Haiti Schulden in Höhe von 209 Millionen Euro erlassen und einen Drei-Jahres-Kredit bewilligt. Plan engagiert sich als eine der größten Nichtregierungs-Organisationen vor Ort und kümmert sich vor allem um die von der Katastrophe betroffenen Kinder.

In Haiti leben auch Monate nach dem Beben mehr als eine Million Menschen noch in provisorischen Lagern. Und obwohl die Trümmer tonnenweise weggeschafft wurden, bedeckt der Schutt unzähliger eingestürzter Gebäude immer noch Straßen und Plätze. Es wird noch lang dauern, bis sich das Land von den Folgen der Katastrophe erholt hat.

 

Nothilfe von Plan
Seit dem 12. Januar hat Plan in Haiti Notunterkünfte für 39.000 obdachlose Menschen geschaffen und sie mit Wasser, Lebensmitteln, Decken sowie anderen Gütern des täglichen Bedarfs versorgt. 112 mobile Kliniken wurden eingerichtet und 25.000 Kinder gegen Krankheiten wie Masern, Diphtherie und Tetanus geimpft.

 

Kinderschutz
In den Notunterkünften betreut Plan Mädchen und Jungen in 30 kinderfreundlichen Bereichen. Dort können sie spielen und sind vor Entführungen, Kinderhandel und Missbrauch geschützt. Sie erhalten eine kindgerechte psychologische Unterstützung, die ihnen hilft, sich von ihren schrecklichen Erlebnissen zu erholen. Gleichzeitig werden ihre Eltern entlastet, die sich ein neues Leben aufbauen.

 

Zurück in die Schule
Neben dem Kinderschutz und der frühkindlichen Entwicklung ist der Wiederaufbau des Bildungswesens ein Arbeitsschwerpunkt von Plan. Mit dem Erziehungsministerium Haitis hat das Plan-Team bereits 150 Übergangsschulen eröffnet, weitere 144 provisorische Schulen werden noch mit Gemeindemitgliedern gebaut. Zudem wurden Lehrkräfte geschult und Lernmaterial verteilt.

 

Cash for Work
Um den Wiederaufbau vorzubereiten, beteiligt Plan die Haitianerinnen und Haitianer an der Sofort- und Übergangshilfe. Über das Programm "Cash for Work - Geld für Arbeit" von Plan erhielten bisher rund 12.000 Menschen in Haiti ein eigenes Einkommen. Für fünf Dollar und ein Essen am Tag räumen sie den Schutt von Straßen und Feldern, setzen Wasserleitungen instand und helfen bei der Wiederaufforstung und dem Ausbau von Abwasserkanälen, die die Gemeinden in der Regenzeit vor Überflutungen schützen.

 

Weitere Informationen zu Plans Hilfe in Haiti finden Sie auch unter "Haiti Special".