International
Internationaler Männertag: "Und was ist mit den Jungs?"
Was macht einen Mann "stark"? Wie müssen Jungen aufwachsen, damit das Leben für beide Geschlechter lebenswerter wird? Die Realität ist oft frappierend: In weiten Teilen der Welt leiden Jungen unter Ausgrenzung und mangelnden Perspektiven.Jungen brechen in vielen Ländern Lateinamerikas die Schule häufiger ab als Mädchen. Warum auch Jungen und Männer von der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern profitieren – und was sie konkret dafür tun können, zeigt der jüngst von Plan veröffentlichte Bericht "Und was ist mit den Jungs?"
"Durch traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit geraten Jungen häufig in eine Spirale der Gewalt und Ausweglosigkeit", sagt Dr. Anja Stuckert, Gender-Referentin bei Plan Deutschland. "Wenn Männer Gewalt ausüben, tun sie das oft im Glauben, dass Mädchen und Frauen weniger wert seien. Eine gefährliche Fehleinschätzung, die die Kluft zwischen den Geschlechtern noch verstärkt. Das Gleiche gilt für die Vorstellung, ein "echter Mann" müsse stark und hart sein und Wut sei das einzige Gefühl, das er zeigen dürfe. Solche Glaubens-sätze schaden nicht nur Mädchen und Frauen, sondern auch Jungen und Männern. Die häufigsten Todesarten junger Männer sind Verkehrsunfälle, Selbstmorde und Gewaltdelikte. Dies steht im Zusammenhang mit ihrer Sozialisierung als Mann."
Because I am a Girl 2011: "und was ist mit den Jungs?"
Der Bericht "Und was ist mit den Jungs?" zeigt: Um Gleichberechtigung nachhaltig zu fördern, können nicht ausschließlich Mädchen und Frauen gestärkt werden – und es darf nicht allein ihre Aufgabe sein, sie zu verwirklichen. Gleichberechtigung erfordert das Engagement aller: Väter, Ehemänner, Brüder und Freunde tragen genauso zur Gleichberechtigung bei wie Mädchen und Frauen, die ihre Rechte einfordern.
Mit der Kampagne "Because I am a Girl" setzt sich Plan seit 2003 weltweit dafür ein, dass Mädchen die gleiche Chancen erhalten wie Jungen.
"So, what about boys?"




