14.12.2011

Südsudan

Hungrig kann man nicht lernen

Die St. Bakhita Schule in Narus wurde erst 1994 eröffnet. 2001 folgte eine weiterführende Schule, um den Jugendlichen eine adäquate Weiterbildung anbieten zu können. Eine große Sorge dort war in den letzten Monaten der Hunger der Schülerinnen und Schüler.

Vielen Kindern im Südsudan ist es nicht möglich, eine Schule zu besuchen, weniger als die Hälfte wird überhaupt eingeschult. Da es an schulischer Infrastruktur mangelt, findet der Unterricht zumeist im Freien unter Bäumen statt. Oft fehlt es zudem an grundlegender Ausstattung, Schulmaterial sowie an sauberem Trinkwasser und Latrinen. Der Südsudan hat eine der niedrigsten Alphabetisierungsraten der Welt.

Hinzu kommt ein akutes Problem, das die Bildungssituation der Mädchen und Jungen darüber hinaus gefährdet: Hunger. Viele Schüler und Schülerinnen brechen ihren Bildungsweg ab. Sie sind zu hungrig zum Lernen oder müssen mehr Zeit aufbringen, ihre Familie in der Beschaffung von Nahrungsmitteln und Trinkwasser zu unterstützen. Die Dürrekatastrophe gefährdet ihre Bildung.

Grace und Margaret lernen an der St. Bakhita Schule in Narus. "Manchmal gehe ich hungrig ins Bett. Wir benötigen dringend Unterstützung, damit die Versorgung in den Schulen mit Lebensmitteln sichergestellt werden kann", sagt die 18-jährige Grace. Sie ist das erste Kind ihrer Familie, das eine höhere Schule besucht. Auch Margaret befürchtet, dass sie ihre Ausbildung unterbrechen muss.

"Wir mussten die Ausgaben für Essen drastisch reduzieren", erklärt hingegen Schuldirektor Eugene Otwari bekümmert. Die Preise für Nahrungsmittel sind in den vergangenen Monaten stark angestiegen, somit sind die Kosten für die Schulspeisung zu hoch für die Schulen.

Nahrung und Bildung
"Damit mehr Mädchen in die Schulen kommen, müssen wir Essen anbieten können", erklärt der Schuldirektor. "Es muss eine konstante Essensversorgung gewährleistet sein, damit mehr Mädchen anfangen, aber auch bleiben."

Plan Südsudan versorgt Schulen mit Nahrungsmitteln. Darunter auch die Schule in Narus, an der derzeit insgesamt 894 Schülerinnen und Schüler lernen, sie können weiterhin lernen.

Insgesamt haben bereits über 55.000 Schülerinnen und Schüler durch Plans Nothilfe-Programme im Südsudan Nahrung allein an Schulen erhalten.

Die Maßnahmen von Plan im Südsudan während der Dürre umfassten darüber hinaus auch die Verbesserung der Wasserversorgung und der landwirtschaftlichen Produktion für die nächsten Ernten, Sanitär- und Hygieneprogramme, Nahrungsmittelhilfe, Schulspeisungen sowie Schulungen zum Thema Kinderschutz und Gewaltprävention und die Unterstützung von Schulen durch Sanierungsarbeiten, die Errichtung von Wasser- und Sanitäranlagen und die Bereitstellung von Schul- und Lehrmaterialien.

Spenden für Ostafrika: 
 

Plan International Deutschland e.V.
Konto: 9444944

Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 25120510
Stichwort: "
Dürre Ostafrika

 
Oder spenden Sie ganz einfach online.*

 

Natürlich können Sie auch durch die Übernahme einer Patenschaft in Südsudan, Kenia oder Äthiopien die Lebensumstände von Kindern in den betroffenen Gebieten der Hungersnot verbessern helfen.

 

Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

 

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.



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