04.08.2011

Äthiopien, Kenia, Südsudan

Hungersnot trifft vor allem die Kinder

Hunger und Durst schwächen mehr als zwei Millionen Kinder in Ostafrika und machen sie anfällig für Infektionen. Auf der Suche nach Wasser sind viele Mädchen und Jungen auch in den kalten Nächten unterwegs und erkranken an Lungenentzündungen. Plan leistet Nothilfe in Äthiopien, Kenia und Südsudan und versorgt mehr als 1,5 Millionen Kinder und Mütter.

In Äthiopien sind die Preise für Grundnahrungsmittel explosionsartig gestiegen und verschlimmern die Not. In der Haupstadt Addis Abeba ist Weizen 81 Prozent teurer als im Juli des Vorjahres. 4,5 Millionen Menschen landesweit sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen, viele Kinder mangelernährt und geschwächt. Plan engagiert sich in den von der Dürre betroffenen Bundesstaaten Amhara, Oromia und "Südliche Nationen, Nationalitäten und Völker" (SNNPR) sowie in Addis Abeba. Das lokale Team unterstützt in den kommenden Monaten rund eine Million Menschen.

 

Im Distrikt Shebedino hat Plan bereits 3.066 Kinder und stillende Mütter versorgt. Sie erhielten protein- und kalorienreiche Zusatznahrung, damit sie schnell wieder zu Kräften kommen. Im Distrikt Wondoget bekommen 4.724 Kinder und Mütter vitaminreiche Nahrung. Von den Wasser- und Hygieneprojekten von Plan profitieren 48.000 Äthiopier. Saatgut, Nutztiere und Dünger helfen zudem die Existenz tausender Familien zu sichern. Und um Infektionen wie Masern zu stoppen, finden Gesundheits- und Hygieneschulungen statt.  

 

Hilfe für Schulen und Gesundheitszentren
Im Norden Kenias ist jedes dritte Kind unterernährt, viele Mädchen und Jungen leiden an Lungenentzündungen. In den kalten Nächten hüten sie die verbliebenen Tiere, auf der Suche nach Wasser gehen sie oft 20 Kilometer oder mehr. Plan unterstützt mehr als 500.000 Dürreopfer in seinen Programmgebieten Machakos, Tharaka, Kilifi und Kwale sowie in Samburu und Kitui – zwei Regionen, in denen keine andere Nichtregierungs- organisation tätig ist. In Machakos zum Beispiel unterstützt Plan seit dem 28. Juli drei Gesundheitszentren mit Wassertransporten sowie drei Grundschulen und drei Zentren für frühkindliche Förderung mit Mais, Bohnen und Öl. An insgesamt 414 Schulen des Landes verteilt Plan Mahlzeiten für Schülerinnen und Schüler.

 

Vitaminreiche Zusatznahrung für Kinder
Auch in Südsudan ist die Not groß. Im Osten der neu gegründeten Republik leiden etwa 40 Prozent der Familien unter Ernteausfällen. Plans Partnergemeinden sind nicht betroffen. Dennoch versorgen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund 36.000 Schulkinder in Ost-Äquatoria mit Mahlzeiten und Wasser. Auch Projekte zur Wasserversorgung sowie die Ausgabe von Saatgut, dürreresistenten Pflanzen und Dünger helfen den Menschen.

 

Jede Spende rettet Leben!
Plan engagiert sich seit Jahren in Äthiopien und Kenia sehr erfolgreich mit Entwicklungsprogrammen, Südsudan ist das jüngste Partnerland des Kinderhilfswerks. In den drei Nationen bestehen enge Kontakte zu lokalen Organisationen und Behörden, was die Hilfseinsätze entscheidend erleichtert.

 

Plan bittet um Spenden für seine Hilfe in Ostafrika:
 

Plan International Deutschland e.V.
Konto: 0001623207
Postbank, BLZ 200 100 20
Stichwort: "
Dürre Ostafrika

 
Oder spenden Sie ganz einfach online.*

 

Natürlich können Sie auch durch die Übernahme einer Patenschaft in Südsudan, Kenia oder Äthiopien die Lebensumstände von Kindern in den betroffenen Gebieten der Hungersnot verbessern helfen.

 

Lesen Sie auch die bewegenden Berichte von Plan-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Plan-Blog Weltgeschichten.

 
Pateninformation
Zurzeit liegen uns auch keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.

 

* Sollte es zu Mehreinnahmen kommen, werden diese Mittel für andere, dringende Nothilfe-Projekte verwendet.

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