27.10.2010

Indonesien

Hilfe für Flüchtlinge nach Vulkanausbruch

Plan Indonesien hat nach dem Ausbruch des Merapi-Vulkans auf der Insel Java Nothilfegüter in das Katastrophengebiet entsandt. Mehr als 800 Familien können darüber versorgt werden. Plan-Programmgebiete sind nicht von dem Vulkanausbruch betroffen.

"Zunächst haben wir 1.600 Matten und 4.000 Decken bereit gestellt. Außerdem ist seit Montag ein Katastrophenteam von Plan vor Ort, um den weiteren Nothilfebedarf zu ermitteln," erklärte der Länderdirektor von Plan Indonesien, John McDonough. In einer zweiten Hilfslieferung werden 800 Hygienesets verteilt, die den Bedarf von 4.000 Menschen decken.

 

 

Schutzräume für Kinder

Im Zentrum der Hilfe von Plan stehen die evakuierten Kinder und ihre Familien. Schätzungsweise 7.000 Mädchen und Jungen mussten in Notunterkünfte untergebracht werden. Plan wird in einem auf zwei Monate angelegten Hilfsprogramm Schutz- und Spielräume für Kinder einrichten.

 

 

Indonesien kämpft zur Zeit gleich gegen zwei Naturkatastrophen. Ein Erdbeben im Westen Indonesiens hatte am 25. Oktober vor den Mentawai-Inseln einen Tsunami mit drei Meter hohen Wellen ausgelöst und mehr als 100 Menschen das Leben gekostet. Zehn Dörfer auf den Inseln wurden teilweise zerstört.


 
Auf der indonesischen Insel Java sind hingegen schätzungsweise 40.000 Menschen auf der Flucht vor dem ausgebrochenen Merapi-Vulkan. Dieser schleudert Wolken mit heißer Asche und Steine in die Luft. Mindestens 20 Menschen wurden nach Behördenangaben durch die Eruptionen getötet. Die Regierung rief die höchste Alarmstufe aus, Notunterkünfte für die Flüchtlinge wurden bereit gestellt.

 
Beide Katastrophenregionen sind keine Plan-Programmgebiete. Patenkinder und ihre Familien sind nicht gefährdet.

 

Nothilfe-Fonds ermöglicht Hilfe
Um in Fällen wie diesen schnell und unbürokratisch helfen zu können, hat Plan einen Nothilfe-Fonds eingerichtet. Sie können online dafür spenden.

 

Hintergrund
Indonesien liegt am pazifischen "Feuerring", an dem sich zahlreiche Vulkane befinden. Durch Verschiebungen von Erdplatten kommt es in dieser Region immer wieder zu Erschütterungen und Vulkanausbrüchen. Erst vor einem Jahr hatte ein Erdbeben das Gebiet um die Küstenstadt Padang auf Sumatra schwer getroffen.

 

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