El Salvador, Guatemala, Honduras
Hilfe für Familien in Mittelamerika
Tropensturm Agatha und die folgenden starken Regenfälle haben in Guatemala, Honduras und El Salvador Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Plan unterstützt die vom Unwetter betroffenen Kinder und ihre Familien.Eine Woche nach Tropensturm "Agatha" und den starken Niederschlägen, haben die Menschen in Mittelamerika nun mit den Aufräumarbeiten begonnen. Die Schäden durch Überschwemmungen und Erdrutsche sind groß. Viele Häuser und Schulen sind zerstört oder beschädigt, Straßen und Brücken unpassierbar und Telefonverbindungen unterbrochen.
Tropensturm traf Guatemala
Guatemala wurde am schwersten vom ersten Tropensturm dieses Jahres getroffen. In Escuintla, 50 Kilometer südlich der Hauptstadt gelegen, war zudem der Vulkan Pacaya aktiv. Mehr als 120 Menschen verloren ihr Leben, etliche werden noch vermisst. Rund 6.000 Personen leben momentan in Notunterkünften.
Schäden in Honduras
Auch in Honduras hat Sturm Agatha die Infrastruktur des Landes schwer in Mitleidenschaft gezogen. Laut der nationalen Zivilschutzbehörde COPECO haben die Regenschauer 146 Häuser und 14 Brücken zerstört, 765 Gebäude und elf Brücken beschädigt. Die Verluste an Vieh und Getreide schätzt das Landwirtschaftsministerium auf über 26 Millionen US-Dollar.
Notstand in El Salvador
In El Salvador ist die höchste Alarmstufe bereits am 1. Juni aufgehoben worden, der nationale Notstand gilt aber nach wie vor. Viele Menschen verlassen bereits die Notunterkünfte, aber in Regionen mit einer hohen Gefahr von Erdrutschen wie zum Beispiel in Chalatenango suchen die Familien am Abend immer noch Schutz in den provisorischen Lagern.
Plan im Einsatz
Plan prüft weiterhin die Situation in allen drei Ländern und hat umgehend Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Die Einsätze werden mit allen lokalen und nationalen Partnern koordiniert. So wurden in Chalatenango in Guatemala bereits etliche Hygienesets und Matratzen an Bedürftige verteilt. In Honduras hat Plan 450 Familien mit Trinkwasser und Gütern des täglichen Bedarfs versorgt. In El Salvador sorgt Plan für die psycho-soziale Betreuung der Kinder.
Schutz und Betreuung für die Kinder
Nach Absprache mit dem Erziehungs- und Gesundheitsministerium Guatemalas kümmert sich Plan auch dort um den Schutz und die psycho-soziale Betreuung der Kinder in den Notunterkünften. Plan unterstützt das Gesundheitsministerium zudem bei der Versorgung der obdachlosen Familien mit Medikamenten. Diese helfen insbesondere den obdachlosen Kindern bei Durchfall-, Haut- und Atemwegserkrankungen. Einem möglichen Ausbruch von Denguefieber wird durch die Ausgabe von Moskitonetzen vorgebeugt.
Nothilfe-Fonds
Um in Fällen wie diesen schnell helfen zu können, hat Plan einen Nothilfe-Fonds eingerichtet. Daraus werden Mittel für humanitäre Maßnahmen bereit gestellt.
Pateninformation
Zurzeit liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Patenkinder oder die Familien direkt betroffen sind. Sollten uns andere Nachrichten erreichen, wenden wir uns an die Patinnen und Paten.




